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Dieser Teil von IEC 60909 ist anwendbar für die Berechnung von Kurzschlussströmen - in Niederspannungs-Drehstromnetzen und - in Hochspannungs-Drehstromnetzen bei einer Nennfrequenz von 50 Hz oder 60 Hz. Netze mit höchsten Spannungen von 550 kV und mehr mit langen Übertragungsleitungen erfordern besondere Überlegungen. Dieser Teil der IEC 60909 legt ein allgemeines, gut handhabbares und kurzes Berechnungsverfahren fest, das zu Ergebnissen führt, welche im Allgemeinen von ausreichender Genauigkeit sind. Zu diesem Zweck wird eine Ersatzspannungsquelle an der Kurzschlussstelle eingeführt. Dies schließt jedoch nicht die Anwendung spezieller Verfahren, zum Beispiel des Überlagerungsverfahrens, aus, die besonderen Gegebenheiten angepasst sind, wenn sie mindestens die gleiche Genauigkeit aufweisen. Das Überlagerungsverfahren liefert den Kurzschlussstrom abhängig von einem vorgegebenen Lastfluss. Dieses Verfahren führt deshalb nicht notwendigerweise zum höchsten beziehungsweise niedrigsten Kurzschlussstrom. Dieser Teil von IEC 60909 behandelt die Berechnung von Kurzschlussströmen bei symmetrischen oder unsymmetrischen Kurzschlüssen. Ein einzelner einpoliger Erdkurzschluss in Netzen mit isoliertem Sternpunkt oder mit Erdschlusskompensation gehört nicht zum Anwendungsbereich dieses Teils von IEC 60909. Für Ströme bei zwei einzelnen gleichzeitigen einpoligen Erdkurzschlüssen (Doppelerdkurzschluss) in einem Netz mit isoliertem Sternpunkt oder mit Erdschlusskompensation siehe IEC 60909-3. Kurzschlussströme und Kurzschlussimpedanzen dürfen auch durch Netzversuche, Messungen mit Netzwerkanalysatoren oder numerische Simulationen mit elektromagnetischen Programmen bestimmt werden. In bestehenden Niederspannungsnetzen kann die Kurzschlussimpedanz durch Messungen an der Stelle des betrachteten unbeeinflussten Kurzschlusses bestimmt werden. Die Berechnung der Kurzschlussimpedanz beruht im Allgemeinen auf den Bemessungsdaten der elektrischen Betriebsmittel und der Topologie des Netzes und hat den Vorteil, dass sie sowohl für bestehende Netze als auch für Netze in der Planungsphase möglich ist. Im Allgemeinen sind zwei Arten von Kurzschlussströmen zu betrachten, die sich in ihrer Größe unterscheiden: - der größte Kurzschlussstrom, der die Leistungsfähigkeit oder die Bemessung der elektrischen Be- triebsmittel bestimmt, und - der kleinste Kurzschlussstrom, der eine Grundlage bilden kann zum Beispiel für die Auswahl von Sicherungen und für die Einstellung von Schutzeinrichtungen und für die Überprüfung des Hochlaufs von Motoren. Es wird davon ausgegangen, dass ein dreipoliger Kurzschluss gleichzeitig in allen drei Leitern auftritt. Untersuchungen von nicht gleichzeitigen Kurzschlüssen, die zu höheren Gleichstromanteilen des Kurzschlussstroms führen können, gehören nicht zum Anwendungsbereich dieses Teils von IEC 60909. Dieser Teil von IEC 60909 schließt nicht die Kurzschlussströme ein, die unter Prüffeldbedingungen (in Kurzschluss-Prüffeldern) absichtlich erzeugt werden. Dieser Teil von IEC 60909 behandelt nicht die Berechnung von Kurzschlussströmen in Anlagen auf Schiffen oder in Flugzeugen. Gegenüber DIN EN 60909-0 (VDE 0102):2016-12 und DIN EN 60909-0 Berichtigung 1 (VDE 0102 Berichtigung 1):2019-02 wurden folgende Änderungen vorgenommen: a) Neugliederung und Ergänzung der Abschnitte, insbesondere Neugliederung und Aktualisierung von Abschnitt 6; b) Neugliederung der Indizes.
Gegenüber DIN EN 60909-0 (VDE 0102):2016-12 und DIN EN 60909-0 Berichtigung 1 (VDE 0102 Berichtigung 1):2019-02 wurden folgende Änderungen vorgenommen: a) Neugliederung und Ergänzung der Abschnitte, insbesondere Neugliederung und Aktualisierung von Abschnitt 6; b) Neugliederung der Indizes.