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Messunsicherheiten und charakteristische Grenzen wie die Erkennungsgrenze, die Nachweisgrenze und die Grenzen des Überdeckungsintervalls, sowie der beste Schätzwert und die ihm zugeordnete Standardunsicherheit sind in der Metrologie allgemein und im Strahlenschutz von besonderer Bedeutung. Die Quantifizierung der Unsicherheit, die einem Messergebnis zuzuordnen ist, stellt eine Grundlage dar für das Vertrauen, das ein Individuum in das Messergebnis setzen kann. Konformität mit regulatorischen Grenzen, Richtwerten oder Referenzwerten kann nur durch Berücksichtigung und Quantifizierung aller Quellen der Unsicherheit gezeigt werden. Charakteristische Grenzen sind schließlich eine Grundlage für Entscheidungen unter Unsicherheit. Dieses Dokument behandelt speziell charakteristische Grenzen für eine nicht-negative Messgröße bei der Messung ionisierender Strahlung dieser Teil der Normenreihe erweitert die Norm auf die Auswertung von Messungen, bei denen die Messunsicherheiten nach dem GUM Beiblatt 1 ermittelt werden. Er sollte herangezogen werden, wenn sich die Messaufgabe nicht entsprechend Teil 1 modellieren lässt. Außerdem enthalten sind Erläuterungen zu allgemeinen Aspekten zählender Messungen und zur Anwendung der Bayes-Statistik auf Messungen.
Gegenüber DIN EN ISO 11929-2 (VDE 0493-9292):2021-11 wurden folgende Änderungen vorgenommen: a) Korrektur der internen Verweisungen innerhalb des Textes; b) Korrektur der Definitionen von Erkennungsgrenze (3.12) und Nachweisgrenze (3.13); c) redaktionelle Korrektur in Abschnitt 7; d) Korrektur von Gleichung (B.3); e) Korrektur von Gleichung (B.17); f) Korrektur von Gleichung (B.27); g) redaktionelle Korrektur in B.4.