Norm [AKTUELL]
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Im Bereich der metallverarbeitenden Industrie ist die Auswahl des richtigen Stahls entscheidend für die Qualität des Endprodukts. Die Norm DIN EN ISO 683-1 definiert die technischen Lieferbedingungen für unlegierte Vergütungsstähle, die für Wärmebehandlungsprozesse geeignet sind.
Die DIN EN ISO 683-1 gibt klare Richtlinien für die Auswahl und Verwendung unlegierter Vergütungsstähle. Durch ihre spezifischen chemischen und mechanischen Eigenschaften ermöglicht sie eine optimierte Auswahl je nach spezifischen Industrieanforderungen. Mit einer sorgfältigen Anwendung der Norm können Unternehmen langlebige und hochfeste Stahlerzeugnisse herstellen und dabei höchste Qualitätsstandards einhalten. Diese Norm ist somit ein unverzichtbares Werkzeug für die moderne metallverarbeitende Industrie.
Die DIN EN ISO 683-1 ist die deutsche Fassung der internationalen Norm ISO 683-1 und ersetzt ältere Normen wie DIN EN 10083-1:2006-10. Diese Norm fällt unter die Fachgebiete der Internationalen Klassifikationssystematik (ICS) 77.140.10; 77.140.20; und 77.140.45. Sie beinhaltet unlegierte Stähle, die speziell für Vergütungsprozesse geeignet sind und in verschiedenen Erzeugnisformen wie Halbzeug, Stäben und Schmiedestücken erhältlich sind.
Die Norm listet verschiedene Stahlsorten, darunter C25, C30, C35, C40, C45, C50, C55, und C60, die je nach Anwendung ausgewählt werden können. Jede Stahlsorte hat spezifische chemische Zusammensetzungen, die ihre Eignung für bestimmte mechanische Eigenschaften und Wärmebehandlungen bestimmen. Verbesserte Bearbeitbarkeit kann durch höhere Schwefelanteile erzielt werden, was die Materialwahl weiter diversifiziert.
Unabhängig von der chemischen Zusammensetzung bestimmt auch der Wärmebehandlungszustand die mechanischen Eigenschaften der Stahlsorten. Im vergüteten Zustand sind hohe Festigkeitswerte aufgrund von Prozessen wie Abschrecken und Anlassen möglich. Im normalgeglühten Zustand sind die Materialien für Anwendungen vorgesehen, bei denen nicht unbedingt die höchste Festigkeit erforderlich ist.
Die Norm legt strenge Anforderungen an die chemische Zusammensetzung, mechanische Eigenschaften und die Oberflächenqualität fest. Zudem sind spezifische Prüfungen erforderlich, um die Qualität der Stahlerzeugnisse sicherzustellen. Die Härtbarkeit wird durch Stirnabschreckversuche ermittelt, um sicherzustellen, dass die Stahlsorten die vorgegebenen Härtegrade in verschiedenen Abständen von der Abschreckfläche erfüllen.
Diese Stähle sind besonders für die Herstellung von Maschinenteilen geeignet, die eine hohe Belastbarkeit und Zuverlässigkeit erfordern. Durch Flamm- oder Induktionshärten können die Oberflächenhärten weiter erhöht werden, wodurch sich diese Stähle ideal für hochbelastete Komponenten eignen.
Die DIN EN ISO 683-1 erlaubt, individuelle Anforderungen je nach Kundenbedarf zu spezifizieren. Dazu gehören die Härtbarkeit, Korngröße und die innere Beschaffenheit. Auch spezielle Vereinbarungen zur Kennzeichnung sind vorgesehen, um eine lückenlose Rückverfolgbarkeit der Stahlerzeugnisse sicherzustellen.
Dieses Dokument ersetzt DIN EN 10083-1:2006-10 , DIN EN 10083-2:2006-10 .
Gegenüber DIN EN 10083-1:2006-10 und DIN EN 10083-2:2006-10 wurden folgende Änderungen vorgenommen: a) die Stahlsorten C25, C30, C50, C25E, C25R, C30E, C30R, 23Mn6, 36Mn6 und 42Mn6 wurden hinzugefügt; b) die Stahlsorten C22E und C22R wurden gestrichen; c) redaktionelle Änderungen.