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Die Norm definiert Merkmale zur Charakterisierung von Strahlungseigenschaften von elektrischen Direktheizgeräten.
Im neuen Teil 2 zur IEC 60675 wird ein Verfahren zur Bestimmung des Strahlungsfaktors angegeben. Der Strahlungsfaktor ist das Verhältnis der gesamten über (Infrarot-)Strahlung an den Raum abgegebene Leistung zur Gesamtenergieaufnahme des Heizgeräts.
Die abgestrahlte Leistung wird mit einem Radiometer gemessen. Für die Messung muss das Radiometer im gesamten Temperaturbereich des Heizgeräts mit einem Schwarzkörperstrahler kalibriert werden. In einer Messebene vor dem Heizgerät wird auf einem äquidistanten, quadratischen Raster mit maximal 10 cm Abstand die Strahlungsstärke gemessen. Das Messgitter endet an den Knotenpunkten, an denen die gemessene Strahlungsstärke kleiner als 1% des maximalen Messwerts ist. Aus den gemittelten Werten an den Eckpunkten wird die Strahlungsleistung für jedes Gittersegment berechnet und über das gesamte Messgitter addiert. Die Messung erfolgt in einen stationären Betriebszustand bei Nennleistung des Geräts.
Beim Strahlungsfaktor wird die vom Raum an das Gerät zurückgestrahlte Energie nicht betrachtet. Da sich die Temperaturangabe der T4 Abhängigkeit des plankschen Strahlungsgesetzes auf den absoluten Nullpunkt (-273,15°C) bezieht, ist die Rückstrahlung erst bei Geräten mit ca. 250°C weniger als 10% der abgestrahlten Leistung, während es bei 80°C noch rund 50% sind. Das Verfahren ist daher insbesondere für Heizgeräte mit hohen Oberflächentemperaturen geeignet – wie zum Beispiel für Geräte mit sichtbar glühenden Heizkörpern. Bei Geräten mit relativ niedrigen Temperaturen im Bereich bis 200°C sollte daher für quantitative Aussagen der nach IEC 60675-3 bestimmte Strahlungswirkungsgrad herangezogen werden.
Die deutsche Fassung dieser Norm wird im Laufe des Jahres 2021 vorliegen.