Norm-Entwurf [ZURÜCKGEZOGEN]
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Dieser internationale Norm-Entwurf legt ein Prüfverfahren zur Abschätzung des Widerstandes einer Beschichtung gegen Trennung vom Substrat fest, wenn ein bis zum Substrat durchgehendes Gitter in die Beschichtung geschnitten wird. Die nach diesem empirischen Verfahren gemessene Eigenschaft hängt, neben anderen Faktoren, von der Haftfestigkeit der Beschichtung auf der vorhergehenden Schicht oder auf dem Substrat ab. Dieses Verfahren ist jedoch nicht als Verfahren zur Messung der Haftfestigkeit anzusehen. Wenn die Haftfestigkeit gemessen werden soll, kann das in ISO 4624 festgelegte Verfahren angewendet werden. Obwohl die Gitterschnittprüfung in erster Linie zur Anwendung im Laboratorium gedacht ist, ist sie auch als Feldprüfung geeignet. Das festgelegte Verfahren kann entweder als Ja/Nein-Prüfung oder, wenn entsprechende Umstände gegeben sind, als Einstufungsprüfung mit sechs Stufen angewendet werden. Bei Mehrschichtsystemen kann auch die Zwischenschicht-Haftfestigkeit abgeschätzt werden. Die Prüfung kann an fertigen Gegenständen und/oder an eigens dafür hergestellten Probeplatten durchgeführt werden. Obwohl das Verfahren auf Beschichtungen auf harten (Stahl) und weichen (Holz und Putz) Substraten anwendbar ist, erfordern diese unterschiedlichen Substrate eine unterschiedliche Durchführung (siehe Abschnitt 6). Das Verfahren ist für Beschichtungen mit einer Gesamtschichtdicke über 250 µm oder für Strukturbeschichtungen nicht geeignet. Wenn das Verfahren auf Beschichtungen mit einer strukturierten Oberfläche angewendet wird, streuen die Ergebnisse zu stark (siehe auch ISO 16276-2). Für diesen Norm-Entwurf ist das Gremium NA 002-00-07 AA "Allgemeine Prüfverfahren für Beschichtungsstoffe und Beschichtungen" im DIN zuständig.
Dokument wurde ersetzt durch DIN EN ISO 2409:2013-06 .
Gegenüber DIN EN ISO 2409:2007-08 wurden folgende Änderungen vorgenommen: a) die Beschreibung geeigneter Verfahren zum Entfernen loser Partikel wurden in einen informativen Anhang überführt und die Klebkraft des Klebebandes ist nicht länger festgelegt; b) das ursprüngliche Einschneidengerät für Gitterschnittprüfungen wurde wieder aufgenommen; c) Anforderungen an Schneidwerkzeuge für automatische Gitterschnittgeräte wurden aufgenommen; d) das Vergleichsbild für den Kennwert 2 wurde auf das ursprüngliche Bild korrigiert; e) Beispiele für Beschichtungen auf Kunststoff wurden bei der Festlegung des Schneidenabstandes aufgenommen; f) eine Normbezeichnung wurde neu aufgenommen; g) die zusätzlichen Angaben wurden in den Prüfbericht integriert; h) eine Anmerkung wurde aufgenommen, dass das Prüfergebnis durch das verwendete Gerät (manuelles oder automatisches Gitterschnittgerät) und die Art des verwendeten Schneidwerkzeuges beeinflusst wird.