Kurzreferat
Die konventionelle Ammoniakproduktion ist für die chemische Industrie und die Herstellung von Düngemittel von essenzieller Bedeutung. Ohne die Fixierung von Stickstoff aus der Luft in Form von Ammoniak und die daraus resultierenden Düngemittel könnte ein großer Teil der Weltbevölkerung nicht mehr mit Nahrung versorgt werden. Gleichzeitig ist die konventionelle Ammoniak-Herstellung für 1,5 % der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich.Diese Emissionen können drastisch reduziert werden, wenn der für den Prozess notwendige Wasserstoff aus erneuerbaren Quellen, wie Elektrolyse mit regenerativem Strom, gewonnen wird. Da der konventionelle Prozess ein hochintegriertes Verfahren und nicht für einen flexiblen Betrieb ausgelegt ist, muss die Herstellung von Ammoniak im Kontext von Power-to-X-Verfahren neu gedacht werden. Diese Richtlinie beschriebt, die Unterschiede zum konventionellen Haber-Bosch-Prozess und geht auf die Anforderungen ein, die durch den PtX-Kontext entstehen ein.Zukünftige "grüne" Ammoniaksyntheseverfahren können komplett auf Methan als Intermediat verzichten und direkt Wasserstoff und Stickstoff zu Ammoniak umsetzen. Die Synthese von Ammoniak und insbesondere von Folgeprodukten wie Stickstoffdünger kann durch biologische und landwirtschaftliche Verfahren erfolgen. Auch eine elektrochemische Synthese von Ammoniak ist denkbar.