Fachliteratur [VORBESTELLBAR] DAfStb-Heft 663 2026-10
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Die Dauerhaftigkeit von Beton- und Stahlbetonbauwerken wird derzeit über deskriptive Anforderungen sichergestellt, die auf empirischen Erfahrungswerten beruhen und aus denen eine Nutzungsdauer von etwa 50 Jahren abgeleitet wird. Vor dem Hintergrund des Wandels in der Betonherstellung, insbesondere durch steigende Nachhaltigkeitsanforderungen und dem zunehmenden Einsatz klinkerärmerer Bindemittel, gewinnt das performance-basierte Konzept zunehmend an Bedeutung und soll künftig alternativ zum deskriptiven Konzept zur Anwendung kommen. Um das performance-basierte Konzept fortzuführen und die darin noch enthaltenen Lücken zu schließen, sind jedoch weitere umfangreiche Forschungsarbeiten zur Dauerhaftigkeit sowohl am Baustoff Beton als auch in Bezug auf die Bauwerke erforderlich. Diese Forschungen können aufgrund des enormen Umfangs der dazu notwendigen Untersuchungen nur im Zusammenschluss mehrerer Forschungsstellen erfolgen, weshalb im Mai 2021 das Verbundforschungsvorhaben "Dauerhaftigkeit von Beton nach dem Performance-Prinzip" initiiert wurde. Das vom Deutschen Ausschuss für Stahlbeton e. V. (DAfStb) koordinierte Vorhaben vereinte die Ex-pertise mehrerer Forschungseinrichtungen in insgesamt fünf aufeinander abgestimmten Projekten. Die aus dem gesamten Vorhaben erzielten Erkenntnisse sollen zukünftig als Grundlage für die Sicherstel-lung der Dauerhaftigkeit von Beton- und Stahlbetonbauwerken durch performance-orientierte Betrachtungen dienen und längere Nutzungsdauern unter den veränderten Rahmenbedingungen gewährleisten. Teilprojekt 3 mit dem Titel "Dauerhaftigkeit von Beton nach dem Performance-Prinzip - Bewertung von Laborprüfverfahren zum Karbonatisierungs-, Chlorid-, Frost-/ Frost-Tausalz- und Säurewiderstand" untersuchte verschiedene normativ geregelte Prüfverfahren zur Bestimmung der Dauerhaftigkeitsperformance von Beton. Für die Bewertung der Leistungsfähigkeit des Baustoffs Beton standen zahlreiche normativ und pränormativ geregelte Prüfverfahren zur Verfügung, die für die Ermittlung von dauerhaftigkeitsrelevanten Materialkennwerten (Chlorideindring-, Karbonatisierungs-, Frost-, Säurewiderstand etc.) herangezogen werden konnten. Die Laborprüfverfahren mussten eine Abschätzung des baupraktischen Verhaltens der Betone während ihrer Nutzungsdauer innerhalb eines überschaubaren Prüfzeitraums ermöglichen, ohne jedoch durch zeitraffende Testbedingungen Artefakte zu erzeugen.
1. Auflage, A4, Broschiert, Print
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ISBN 978-3-410-65986-0 | BESTELL-NR. 65986
E-BOOK 978-3-410-65987-7 | BESTELL-NR. 65987