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Lizenzrechtlich klar geregelt |
Für vorhandene Normenbestände |
Intern und gekapselt |
Der Erwerb oder das Abonnement einer DIN-Norm erlaubt nicht automatisch, deren Inhalte maschinell in KI-Anwendungen zu verarbeiten. Die KI-Lizenz regelt diesen zusätzlichen Anwendungsfall vertraglich.
Nein. Weder eine bestehende Netzwerklizenz noch die gesetzlichen Regelungen zum Text- und Data-Mining bieten eine ausreichende Rechtsgrundlage für die Nutzung von DIN-Normen in KI-Systemen wie ChatGPT, Gemini oder Microsoft Copilot. Netzwerklizenzen decken keine KI- oder maschinelle Verarbeitung ab; die TDM-Ausnahme greift nur unter engen Voraussetzungen und nicht bei bestehenden Nutzungsvorbehalten der Rechteinhaber. Wer davon ausgeht, dass der Erwerb einer Norm automatisch auch die KI-Nutzung erlaubt, setzt sich einem erheblichen Compliance-Risiko aus.
Bei den aktuellen KI-Lizenzmodellen von DIN können in der PDF-Variante alle beim Kunden vorhandenen DIN-Normen in dessen internes, gekapseltes KI-System integriert werden. Beim XML-Bezug über eine Sammlung umfasst die Lizenz alle im Abo enthaltenen Normen.
Die KI-Lizenz bezieht sich auf ein Regelwerk (derzeit DIN [ausgenommen VDE]; später eventuell zusätzliche Lizenz für ISO). Die Anwendung regelt die Nutzung von digital erworbenen DIN-Dokumenten je nach Lizenzvariante.
Die DIN KI-Lizenz setzt die DIN-Mitgliedschaft, das Vervielfältigungsrecht für das DIN-Regelwerk sowie den Erwerb bzw. das Abonnement der entsprechenden Dokumente voraus. Unter diesen Voraussetzungen dürfen die Dokumente in intern gekapselten KI-Anwendungen für die Dauer der Lizenz genutzt werden. Details dazu sind in den entsprechenden Verträgen geregelt.
Der Umfang der Zugänge bestimmt sich über das zwingend erforderliche Vervielfältigungsrecht für DIN-Dokumente und nicht über die KI-Lizenz. Weitere Informationen finden Sie hier.
Die Nutzung von DIN-Normen in KI-Systemen wie ChatGPT, Gemini oder Microsoft Copilot ohne passende KI-Lizenz ist ein Rechtsverstoß mit unmittelbarer Compliance-Relevanz. Unternehmen greifen dabei in geschützte Nutzungsrechte ein und riskieren Unterlassungsansprüche, Lizenznachforderungen und Schadensersatzforderungen. Je nach Umfang der Nutzung können diese finanziellen Folgen erheblich sein. Zusätzlich können Rechteinhaber Auskunft über Nutzung, Datenflüsse und wirtschaftliche Vorteile verlangen sowie die Löschung verarbeiteter Normdaten fordern. Bis zur Klärung und Bereinigung kann zudem der Einsatz betroffener KI-Systeme insgesamt eingeschränkt sein. Eine KI-Lizenz schafft klare Nutzungsrechte und reduziert diese rechtlichen, finanziellen und operativen Risiken.
DIN Media vermittelt lediglich das Nutzungsrecht (die KI-Lizenz). Der Betrieb einer betriebsintern gekapselten KI, die Verwendung der erworbenen DIN-PDFs darin sowie die Verantwortung für die Ergebnisse liegen beim Kunden. Es gilt „Human-in-the-loop“: Ergebnisse sollten mit dem Originaldokument abgeglichen werden. Rechtlich trägt der Nutzer die Verantwortung für alle Entscheidungen, die auf KI-Ausgaben basieren.
Derzeit ist der ReqIF Konverter als Modul verfügbar. Dieses Modul verwendet ein Sprachmodell, um Anforderungen in Normen maschinell und regelbasiert anzureichern sowie Anforderungsobjekte schnell zu identifizieren und zu klassifizieren.
Derzeit gibt es für diese Regelwerke kein vergleichbares KI-Lizenzangebot. Das Ziel ist, KI-Lizenzen auch für weitere Regelsetzer anbieten zu können. Wir stehen dazu im Austausch (z.B. mit ISO).