Norm-Entwurf
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Die DIN EN 16723 Entwurf legt Spezifikationen für Biomethan sowie andere erneuerbare und kohlenstoffarme methanreiche Gase fest. Die Norm führt die bisherigen DIN EN 16723-1 und DIN EN 16723-2 in einem Dokument zusammen und definiert Anforderungen für die Einspeisung in das Erdgasnetz sowie für die Verwendung als Kraftstoff in Kraftfahrzeugen. Darüber hinaus beschreibt sie die zugehörigen Verfahren zur Probenahme, Analyse und Prüfung. Ziel ist es, eine einheitliche Grundlage für die Qualität, Sicherheit und Vergleichbarkeit erneuerbarer Gase in Europa zu schaffen.
Die Norm definiert Anforderungen an erneuerbare und kohlenstoffarme methanreiche Gase, Biomethan und deren Gemische mit Erdgas. Im Mittelpunkt stehen die Gasbeschaffenheit für die Netzeinspeisung, Anforderungen an Gaskraftstoffe für Fahrzeuge sowie Prüfverfahren zur Bestimmung relevanter Qualitätsparameter. Darüber hinaus werden Anforderungen an Probenahme, Überwachung und Qualitätskontrolle festgelegt.
Biomethan und andere erneuerbare Gase spielen eine wichtige Rolle bei der Dekarbonisierung von Energieversorgung und Mobilität. Die DIN EN 16723 schafft eine einheitliche Grundlage für die sichere Einspeisung, Nutzung und Qualitätssicherung von Biomethan und anderen erneuerbaren Gasen. Sie unterstützt Betreiberinnen, Netzbetreiberinnen und Energieversorgungsunternehmen bei der Integration klimafreundlicher Gase in bestehende Infrastrukturen.
Die bisher getrennten Normen für die Einspeisung von Biomethan in Erdgasnetze und die Nutzung als Kraftstoff für Kraftfahrzeuge wurden in einer gemeinsamen Norm zusammengeführt. Gleichzeitig wurde der Anwendungsbereich auf Pyro-Gasifikation, hydrothermale Vergasung und Power-to-Methan erweitert. Ergänzt wurden zudem neue Analyseverfahren des ISO/TC 193/SC1 sowie Berechnungsverfahren für die Methanzahl. Darüber hinaus wurde die Norm redaktionell überarbeitet.
Die DIN EN 16723 definiert die zentralen Anforderungen an die Qualität von Biomethan und anderen erneuerbaren methanreichen Gasen für die Netzeinspeisung und den Einsatz als Kraftstoff. Durch die Zusammenführung der bisherigen Normen für Netz- und Kraftstoffanwendungen schafft sie eine einheitliche Grundlage für die sichere Integration erneuerbarer Gase in bestehende Infrastrukturen und fördert eine europaweit vergleichbare Gasqualität.
Gegenüber DIN EN 16723-1:2017-01 und DIN EN 16723-2:2017-10 wurden folgende Änderungen vorgenommen: a) EN 16723-1 und EN 16723-2 zusammengeführt; b) Erweiterung auf Pyro-Gasifikation, hydrothermale Vergasung, Power-to-Methan; c) Einfügen von Analysenverfahren vom ISO/TC 193/SC 1; d) Einfügen von Berechnungsverfahren für die Methanzahl vom ISO/TC 193; e) Norm redaktionell überarbeitet.