Stetigförderer und Systeme - Sicherheitsanforderungen an mechanische Fördereinrichtungen für Stückgut; Deutsche und Englische Fassung prEN 619:2026
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Norm-Entwurf

DIN EN 619:2026-11 - Entwurf

Stetigförderer und Systeme - Sicherheitsanforderungen an mechanische Fördereinrichtungen für Stückgut; Deutsche und Englische Fassung prEN 619:2026

Englischer Titel
Continuous handling equipment and systems - Safety requirements for equipment for mechanical handling of unit loads; German and English version prEN 619:2026
Erscheinungsdatum
2026-10-09
Ausgabedatum
2026-11
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Über dieses Produkt

Sicherheitsanforderungen für Stückgutförderanlagen normgerecht umsetzen

Die DIN EN 619 legt die Sicherheitsanforderungen für mechanische Fördereinrichtungen und Fördersysteme für Stückgut fest. Sie unterstützt Hersteller*innen, Integrator*innen, Betreiber*innen und Sicherheitsverantwortliche dabei, Risiken bei Planung, Konstruktion, Betrieb und Instandhaltung von Stetigförderern zu minimieren. Die Norm dient als zentrale Grundlage für die sicherheitstechnische Auslegung moderner Förderanlagen in Industrie, Logistik und Intralogistik.

Worum geht es in DIN EN 619?

Die Norm beschreibt Anforderungen zur Vermeidung und Reduzierung von Gefährdungen an Stetigförderern und Fördersystemen für Stückgut. Sie behandelt unter anderem den Schutz vor mechanischen, elektrischen und thermischen Gefahren, Anforderungen an Schutzeinrichtungen, Steuerungssysteme, Not-Halt-Funktionen sowie die sichere Gestaltung von Arbeits-, Verkehrs-, Wartungs- und Gefahrenbereichen. Darüber hinaus enthält sie spezifische Anforderungen für unterschiedliche Fördertechnologien und Förderanlagen.

Behandelte Themen

  • Sicherheitsanforderungen für Stetigförderer und Fördersysteme
  • Schutz vor mechanischen, elektrischen und thermischen Gefährdungen
  • Bereichskonzepte für Arbeits-, Wartungs- und Gefahrenbereiche
  • Schutzeinrichtungen, Verriegelungen und Not-Halt-Systeme
  • Sicherheitsbezogene Steuerungssysteme und Performance Level
  • Sicherheitsanforderungen für Sorter, Transferwagen und Hängeförderer
  • Vertikale und horizontale Fördereinrichtungen
  • Lärmminderung und Geräuschemissionsmessung
  • Prüfung, Verifizierung und Dokumentation von Sicherheitsmaßnahmen
  • Informationen für Betrieb, Wartung, Rettung und Evakuierung

Praxisrelevanz

Automatisierte Förderanlagen bilden das Rückgrat moderner Produktions-, Lager- und Verteilzentren. Die DIN EN 619 unterstützt Unternehmen dabei, Sicherheitsrisiken systematisch zu bewerten und geeignete Schutzmaßnahmen umzusetzen. Dadurch lassen sich Personen schützen, Stillstände reduzieren und rechtliche Anforderungen an Maschinen und Fördersysteme erfüllen.

Besonders relevant ist die Norm für Anlagen mit hohen Automatisierungsgraden, komplexen Materialflüssen und direkter Mensch-Maschine-Interaktion. Durch die detaillierten Vorgaben zu Sicherheitsfunktionen, Schutzkonzepten und Performance Levels schafft sie eine belastbare Grundlage für die Konformitätsbewertung und den sicheren Betrieb von Förderanlagen.

Änderungen gegenüber DIN EN 619:2022-07

Der Entwurf 2026 wurde umfassend überarbeitet. Zu den wichtigsten Änderungen gehören:

  • Neuer Aufbau der Norm für eine klarere Strukturierung der Anforderungen
  • Erweiterung des Anwendungsbereichs um Beutel-Sorter und Sorter für Kleidungsstücke auf Kleiderbügeln
  • Detailliertere Beschreibung des Bereichskonzepts mit Arbeits-, Verkehrs-, Wartungs- und Gefahrenbereichen
  • Einführung von Grenzwerten für Höchstgeschwindigkeiten in Abhängigkeit von Masse und Bereich
  • Neue Anforderungen zur Lärmminderung sowie Messung und Deklaration von Geräuschemissionen einschließlich Lärmtestcode
  • Aufnahme einer umfassenden Liste erforderlicher Performance Level (PLr) für sicherheitsbezogene Steuerungsfunktionen
  • Erweiterte Anforderungen zur Überprüfung von Sicherheitsmaßnahmen
  • Detailliertere Regelungen für einzelne Förderertypen
  • Ausgliederung umfangreicher anlagenspezifischer Anforderungen in eigenständige Anhänge
  • Redaktionelle Überarbeitung der Norm

Zielgruppe

  • Hersteller*innen von Fördertechnik
  • Maschinen- und Anlagenbauer*innen
  • Systemintegrator*innen und Automatisierungsspezialist*innen
  • Sicherheitsingenieur*innen
  • Fachkräfte für Maschinensicherheit
  • Betreiber*innen von Logistik- und Verteilzentren
  • Prüf- und Zertifizierungsstellen
  • Fachplaner*innen für Intralogistik und Fördertechnik

Fazit

Die DIN EN 619 gehört zu den zentralen Sicherheitsnormen für die Fördertechnik. Mit ihren umfassenden Anforderungen an Schutzkonzepte, Steuerungssysteme und anlagenspezifische Sicherheitsmaßnahmen unterstützt sie die sichere Planung, Konstruktion und den Betrieb moderner Stückgutförderanlagen.

Inhaltsverzeichnis

ICS

53.040.10
Ersatzvermerk
Änderungsvermerk

Gegenüber DIN EN 619:2022-07 wurden folgende Änderungen vorgenommen: a) geänderter Aufbau; b) Erweiterung des Anwendungsbereichs: Beutel-Sorter, Sorter für Kleidungsstücke auf Kleiderbügeln; c) detailliertere Informationen zum Raumkonzept; d) die Höchstgeschwindigkeiten in Abhängigkeit von der Masse und den verschiedenen Bereichen festgelegt; e) Anforderungen an die Lärmminderung sowie an die Messung und Angabe der Lärmemissionen (Hinzufügung eines Lärmtestcodes); f) Liste der erforderlichen Leistungsstufen für sicherheitsrelevante Teile von Steuerungssystemen; unterschiedliche Leistungsstufen für verschiedene Anwendungen; g) die Überprüfung der Sicherheitsanforderungen und/oder -maßnahmen verbessert; h) Bilder wurden innerhalb des Textes neu angeordnet; i) die Sicherheitsanforderungen/-maßnahmen für die einzelnen Förderertypen detaillierter beschrieben; j) längere Abschnitte des Unterabschnitts 4.20 in eigene Anhänge ausgegliedert; k) Norm redaktionell überarbeitet.

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