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Dieses Dokument legt Verfahren zur Bestimmung der Bruchzähigkeit in Bezug auf K-, δ-, J- und R-Kurven für homogene metallische Werkstoffe fest, die quasistatischer Belastung ausgesetzt sind. In die Proben werden Kerben und Ermüdungsanrisse eingebracht. Dann werden sie unter langsam zunehmender Verschiebung geprüft. Die Bruchzähigkeit wird für einzelne Proben am oder nach dem Beginn der duktilen Rissausbreitung oder am Beginn der duktilen Rissinstabilität oder der instabilen Rissausbreitung bestimmt. In Fällen, in denen Risse unter duktilen Reißbedingungen auf stabile Weise wachsen, wird eine Widerstandskurve gemessen, die die Bruchzähigkeit in Abhängigkeit von der Rissausbreitung beschreibt. Bei einigen Prüfungen an ferritischen Werkstoffen kann es zu instabiler Rissausbreitung durch Spaltbruch oder duktile(s) Rissinitiierung und -wachstum kommen, unterbrochen durch Spaltbruchausbreitung. Die Bruchzähigkeit bei Rissarretierung wird in diesem Dokument nicht behandelt. Bei der Prüfung von Schweißkonstruktionen sind besondere Prüfanforderungen und Analyseverfahren erforderlich, die in der Norm ISO 15653, die dieses Dokument ergänzt, beschrieben werden. Die statistische Variabilität der Ergebnisse hängt stark von der Bruchart ab. Zum Beispiel kann die Bruchzähigkeit im Zusammenhang mit Spaltbruch in ferritischen Stählen große Schwankungen aufweisen. Bei Anwendungen, die eine hohe Zuverlässigkeit erfordern, kann ein statistischer Ansatz verwendet werden, um die Variabilität der Bruchzähigkeit im Bereich des Übergangs von duktil zu spröde zu quantifizieren, wie in ASTM E1921 angegeben. Es ist jedoch nicht der Zweck dieses Dokuments, die Anzahl der durchzuführenden Prüfungen festzulegen oder festzulegen, wie die Ergebnisse der Prüfungen angewendet oder interpretiert werden müssen. Das zuständige nationale Normungsgremium ist der Arbeitsausschuss NA 062-01-115 AA "Bruchmechanik" im DIN-Normenausschuss Materialprüfung (NMP).