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Dieses Dokument legt die Anwendung der phasengesteuerten Array-Technik bei der halb- oder vollautomatisierten Ultraschallprüfung von Schmelzschweißverbindungen in Stahlbauteilen mit Wanddickenwerten von einschließlich 3,2 mm bis einschließlich 8,0 mm fest. Das entspricht dem typischen Bereich der Wanddickenwerte von Rohren in Behältern, die eine wichtige Anwendung dieser Prüftechnik sind. Der Mindest- und der Höchstwert des Wanddickenbereiches können überschritten werden, wenn die Prüfklasse "D" dieses Dokuments angewendet wird. Dieses Dokument gilt für durchgeschweißte Verbindungen mit einfacher Geometrie in Platten, Rohren und Behältern, bei denen sowohl der Werkstoff der Schweißnaht als auch der Grundwerkstoff niedrig legierter Stahl und/oder Feinkornstahl ist. Sofern in diesem Dokument werkstoffabhängige Ultraschallparameter festgelegt sind, basieren sie auf Stählen mit einer Schallgeschwindigkeit von (5920 ± 50) m/s für Longitudinalwellen und (3255 ± 30) m/s für Transversalwellen. Es ist notwendig, diese bei der Prüfung von Werkstoffen mit einer anderen Schallgeschwindigkeit zu berücksichtigen. Dieses Dokument ist eine Anleitung für die besonderen Fähigkeiten und Grenzen der phasengesteuerten Array-Technik beim Feststellen, bei der Ortung, der Größenbestimmung und der Charakterisierung von Inhomogenitäten in Schmelzschweißverbindungen. Die phasengesteuerte Array-Technik kann eigenständig oder in Verbindung mit anderen Verfahren oder Techniken der zerstörungsfreien Prüfung (en: non-destructive testing, NDT) angewendet werden, sowohl bei der Herstellung als auch bei Prüfungen neuer Schweißverbindungen/Reparaturschweißungen (Prüfung vor Inbetriebnahme). Dieses Dokument legt zwei Prüfklassen fest: - Prüfklasse "C" für Standardsituationen; - Prüfklasse "D" für ungewöhnliche Situationen/spezielle Anwendungen. Dieses Dokument beschreibt die Beurteilung von Inhomogenitäten für Abnahmezwecke anhand: - Höhe und Länge; - Amplitude (Ersatzreflektorgröße) und Länge; - Gut/Ausschuss-Entscheidung. Dieses Dokument legt keine Zulässigkeitsgrenzen für die Inhomogenitäten fest. Das zuständige nationale Normungsgremium ist der Arbeitsausschuss NA 062-11-12 AA "Ultraschallprüfung" im DIN-Normenausschuss Materialprüfung (NMP).
Gegenüber DIN EN ISO 20601:2019-04 wurden folgende Änderungen vorgenommen: a) in 7.2 und Abschnitt 13 wurden die Pflicht zur Speicherung der Abtastdaten bei der Verifizierung aufgenommen; b) in 9.3.3 wurden die Dicken der Referenzkörper präzisiert; c) in 9.3.4 wurde eine zusätzliche Kalibrieranforderung für Reflektoren aufgeniommen; d) in 14.7 wurde eine Regel zur Bewertung mehrerer Anzeigen aufgenommen.