Elektrische Mess-, Steuer-, Regel- und Laborgeräte - EMV-Anforderungen - Teil 1: Allgemeine Anforderungen (IEC 61326-1:2020, modifiziert); Deutsche Fassung EN IEC 61326-1:2021 + A11:2026

Norm [VORBESTELLBAR]

DIN EN IEC 61326-1:2026-12

VDE 0843-20-1:2026-12

Elektrische Mess-, Steuer-, Regel- und Laborgeräte - EMV-Anforderungen - Teil 1: Allgemeine Anforderungen (IEC 61326-1:2020, modifiziert); Deutsche Fassung EN IEC 61326-1:2021 + A11:2026

Englischer Titel
Electrical equipment for measurement, control and laboratory use - EMC requirements - Part 1: General requirements (IEC 61326-1:2020, modified); German version EN IEC 61326-1:2021 + A11:2026
Ausgabedatum
2026-12
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Einführungsbeitrag

Dieser Teil von EN 61326 ist eine Produktfamiliennorm, in der hinsichtlich der elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) die Anforderungen an die Störfestigkeit und die Störaussendung für elektrische Geräte festgelegt sind, die aus einer Stromversorgung oder Batterie mit weniger als 1 000 V Wechselspannung oder 1 500 V Gleichspannung oder von dem Stromkreis, an dem gemessen wird, betrieben werden. Von diesem Teil der Normenreihe werden Geräte abgedeckt, die für gewerblichen Gebrauch, industrielle Prozesse, industrielle Fertigung und für den Unterricht vorgesehen sind. Dazu gehören Geräte und Computerausrüstung für: – das Messen und Prüfen, – das Steuern und Regeln (Leittechnik), – den LABOReinsatz, – Zubehör, das für den Gebrauch im Zusammenhang mit den vorgenannten Geräten vorgesehen ist (wie zum Beispiel Zubehör zur Handhabung von Proben), vorgesehen für den Einsatz in industriellen und in nicht-industriellen Umgebungen. Die folgenden Geräte fallen in den Anwendungsbereich dieses Dokuments: a) Elektrische Mess- und Prüfgeräte: Dies sind Geräte, die mit elektrischen Mitteln eine oder mehrere elektrische oder nicht-elektrische Größen messen, anzeigen oder registrieren, sowie nicht-messende Geräte wie Signalgeneratoren, Normale, Stromversorgungen oder Umformer; b) Elektrische Steuer- und Regelgeräte: Dies sind Geräte, die eine oder mehrere Ausgangsgrößen auf Werte einstellen, die jeweils durch manuelle Einstellungen, durch Programmierung vor Ort oder durch ferngesteuerte Programmierung oder anhand von einer oder mehreren Eingangsvariablen bestimmt werden. Dazu gehören Betriebsmittel der Leittechnik (IPMC, en: equipment for industrial process measurement and control), wie: – Prozesssteuerungen und Prozessregeleinrichtungen; – programmierbare Steuerungen; – Stromversorgungseinheiten (zentrale oder dezentrale) für Geräte und Systeme; – analoge und digitale Anzeige- und Aufzeichnungsgeräte; – leittechnische Ausrüstungen; – Umformer, Stellglieder, intelligente Betätigungseinrichtungen und so weiter; c) Elektrische LABORgeräte, einschließlich medizinische In-vitro-Diagnosegeräte (IVD): Dies sind Geräte, die zum Messen, Anzeigen, Überwachen, Analysieren oder Zubereiten von Stoffen dienen. Diese Geräte können auch in anderen Bereichen als in Laboratorien benutzt werden; d) Geräte des Typs a), b) oder c), wenn sie mit Baugruppen mit Funk-Funktionalität ausgestattet sind, zum Beispiel für eine drahtlose Kommunikation. Geräte, die zum Anwendungsbereich dieses Dokuments gehören, können in verschiedenen elektromagnetischen Umgebungen betrieben werden. Abhängig von der elektromagnetischen Umgebung sind sowohl für die Störaussendung als auch für die Störfestigkeit unterschiedliche Prüfanforderungen anwendbar. Dieser Teil von EN 61326 legt die EMV-Anforderungen fest, die im Allgemeinen für alle Geräte, die zum Anwendungsbereich dieses Dokuments gehören, anwendbar sind. Für bestimmte Arten von Geräten werden diese Anforderungen durch besondere Anforderungen in einem oder mehreren weiteren Teilen der Normenreihe EN 61326-2 (alle Teile) ergänzt oder geändert. EN 61326-2 (alle Teile) sollte in Verbindung mit den Anforderungen von EN 61326-1 angewendet werden. Diese informative Aussage ist für jede Ausgabe dieser Dokumente anwendbar. Dieses Dokument betrachtet drei Typen elektromagnetischer Umgebungen: – GRUNDLEGENDE ELEKTROMAGNETISCHE UMGEBUNG; – INDUSTRIELLE ELEKTROMAGNETISCHE UMGEBUNG; – KONTROLLIERTE ELEKTROMAGNETISCHE UMGEBUNG. Entsprechende Anforderungen für die Prüfung der Störfestigkeit sind in Abschnitt 6 beschrieben. Hinsichtlich der Anforderungen an die Störaussendung muss ein Gerät nach den Anforderungen und Verfahren von CISPR 11 der Klasse A oder der Klasse B zugeordnet werden. Die entsprechenden Anforderungen an die Störaussendung sind in Abschnitt 7 beschrieben. Die festgelegten Anforderungen an die Störaussendung und an die Störfestigkeit haben das Ziel, eine elektromagnetische Verträglichkeit zu erreichen zwischen den von diesem Dokument erfassten Geräten und den anderen Geräten, die an Orten mit den in diesem Dokument betrachteten elektromagnetischen Umgebungen betrieben werden können. Eine Anleitung für eine Beurteilung des Risikos für das Erreichen einer elektromagnetischen Verträglichkeit gibt Anhang B. Dieses Dokument berücksichtigt nicht besondere Risiken, wie sie zum Beispiel in der Nähe oder direkt auftretende Blitzeinschläge, Spannungsausfall oder außergewöhnlich hohe elektromagnetische Strahlungen in unmittelbarer Nähe mit sich bringen. Geräte und Betriebsmittel, die im Anwendungsbereich dieses Dokuments liegen, können oftmals geografisch weit verbreitet sein, und werden daher in einem breiten Spektrum von Umgebungsbedingungen betrieben. Die Begrenzung unerwünschter elektromagnetischer Aussendungen eines betrachteten Geräts stellt sicher, dass andere, in der Nähe angeordnete Geräte, nicht in unzulässiger Weise beeinflusst werden. Die Grenzwerte sind mehr oder weniger in Veröffentlichungen der Internationalen Elektrotechnischen Kommission (IEC) und des Internationalen Sonderausschusses für Funkstörungen (CISPR) festgelegt und deshalb von dort übernommen worden. Das Gerät sollte jedoch auch ohne übermäßige Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit in einer elektromagnetischen Umgebung funktionieren, die für die beabsichtigten Betriebsorte typisch ist. In dieser Hinsicht legt dieses Dokument drei unterschiedliche Typen elektromagnetischer Umgebungen und die Störfestigkeitspegel fest. Wesentlich detailliertere Informationen zum Thema elektromagnetische Umgebungen enthält IEC TR 61000-2-5. Für komplexe elektrische beziehungsweise elektronische Systeme sollte eine Planung der elektromagnetischen Verträglichkeit durchgeführt werden, die für alle Phasen der Entwicklung und Errichtung des Systems die elektromagnetische Umgebung, weitere besondere Anforderungen und die Folgen von Ausfällen berücksichtigt.

Ersatzvermerk
Änderungsvermerk

Gegenüber DIN EN IEC 61326-1 (VDE 0843-20-1):2022-11 wurden folgende Änderungen vorgenommen: a) die Störfestigkeitsprüfpegel und Leistungskriterien wurden überprüft; b) die Prüfanforderungen für tragbare Prüf- und Messgeräte wurden präzisiert und geändert; c) die Beschreibung der elektromagnetischen Umgebungen wurde verbessert.

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