Norm [VORAB BEREITGESTELLT]
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Dieses Dokument legt die allgemeinen Anforderungen an die Zubereitung von Flüssigkeiten für die Hämodialyse und verwandte Therapien sowie von Substitutionsflüssigkeiten zur Verwendung bei Online-Therapien, wie zum Beispiel Hämodiafiltration und Hämofiltration, für Dialysefachkräfte fest. Dieses Dokument enthält Leitlinien zur Verantwortung des Anwenders für Flüssigkeiten, die in der Hämodialyse und verwandten Therapien verwendet werden, nachdem die für die Zubereitung verwendeten Geräte geliefert und installiert wurden. Da Dialysewasser, das für die Zubereitung von Dialyseflüssigkeit verwendet wird, auch für die Wiederaufbereitung von Dialysatoren verwendet werden kann, die nicht für den einmaligen Gebrauch bestimmt sind, wird dieser Aspekt der Wassernutzung ebenfalls in diesem Dokument behandelt. Dieses Dokument ist anwendbar für das Qualitätsmanagement von Geräten zur Aufbereitung und Verteilung von Wasser, das für die Zubereitung von Dialysierflüssigkeit und Substitutionsflüssigkeit verwendet wird, von der Stelle, an der kommunales Wasser in die Dialyseeinrichtung gelangt, bis zu der Stelle, an dem die endgültige Dialysierflüssigkeit in den Dialysator gelangt oder an dem die Substitutionsflüssigkeit infundiert wird, das Qualitätsmanagement von Geräten zur Herstellung von Säure- und Bicarbonatkonzentraten aus Pulver oder anderen hochkonzentrierten Medien in der Dialyseeinrichtung und die Ausstattung zur Herstellung von Konzentraten aus Pulver oder anderen hochkonzentrierten Medien in der Dialyseeinrichtung und die Herstellung der fertigen Dialysier- oder Substitutionsflüssigkeit aus Dialysewasser und Konzentraten. Dieses Dokument ist nicht anwendbar für: - Sorbens basierte Dialysierflüssigkeits-Regenerationssysteme, in denen kleine Mengen der Dialysierflüssigkeit regeneriert und wieder in Umlauf gebracht werden, - Systeme für die kontinuierliche Nierenersatztherapie, die vorverpackte Lösungen verwenden, und - Systeme und Lösungen für die Peritonealdialyse. Dieses Dokument ist nicht anwendbar für klinische Probleme, die mit der unsachgemäßen Verwendung solcher Flüssigkeiten verbunden sind. Für diese Norm ist das Gremium NA 176-04-06 AA "Extrakorporaler Kreislauf, Apparate und Einmalartikel" bei DIN zuständig.
Diese zweite Ausgabe ersetzt ISO 23500 1:2019, die technisch überarbeitet wurde. Die wesentlichen Änderungen sind folgende: -WHO-Trinkwasserleitlinie wurde als wichtigste Referenz für die Trinkwasserqualität anstelle der der US EPA oder anderer europäischer Normen angegeben; -Thallium wurde von der Liste der chemischen Verunreinigungen entfernt, da keine Studiendaten vorliegen, die darauf hindeuten, dass diese Verunreinigung in der Hämodialyse besonders bedenklich ist; -alternative Wasseraufbereitungstechnologien wurden (z. B. Umkehrosmose-Vorbehandlung mit Ultrafiltration) im Abschnitt, der sich mit Wasseraufbereitungsverfahren beschäftigt, eingebunden (siehe B.2.7) und (B.2.8)); -neuen Anhang (Anhang H) zur Klärung der verschiedenen Ansätze zur Überwachung der Wasserqualität (Online- versus Offline-Überwachung) ergänzt; -mikrobiologischen Analysemethoden wurden aktualisiert und umfassen nun auch Endotoxin-Tests mittels mit dem rekombinanten Faktor C (rFC), Durchflusszytometrie, Autofluoreszenz und Schnelltests (z. B. ATP); -neuen Anhang (Anhang I) mit Leitlinien für die Risikobewertung ergänzt; -die Validierung von Wasseraufbereitungssystemen wurde überarbeitet und umfasst nun auch Validierungsschritte wie Installationsqualifizierung, Betriebsqualifizierung, Leistungsqualifizierung und Revalidierung; -weitere Leitlinien für den technischen Bedarf nach typischen technischen Eingriffen in Abschnitt E.4 ergänzt.