Norm [AKTUELL]
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Die DIN EN ISO 8062-3 legt allgemeine Maß-, Form- und Lagetoleranzen sowie Bearbeitungszugaben für Gussstücke fest. Sie unterstützt Konstrukteur*innen, Gießereien und Qualitätsfachleute dabei, Anforderungen an Gussbauteile einheitlich zu definieren und die Kommunikation zwischen Konstruktion, Fertigung und Prüfung zu vereinfachen. Die Norm ist Bestandteil des GPS-Systems (Geometrische Produktspezifikation) und schafft eine verlässliche Grundlage für die Spezifikation und Bewertung von Gussstücken.
Worum geht es in DIN EN ISO 8062-3?
Die Norm definiert Regeln für Maß-, Form- und Lagetoleranzen von Gussstücken sowie für die Festlegung von Bearbeitungszugaben. Im Mittelpunkt stehen Maßtoleranzgrade (DCTG), Form- und Lagetoleranzgrade (GCTG), Formschrägen und Bearbeitungszugaben (RMAG) für unterschiedliche Gießverfahren und Werkstoffe. Darüber hinaus beschreibt die Norm die Anwendung von Bezugssystemen sowie die Angabe der Anforderungen in technischen Zeichnungen und Produktdokumentationen.
Neu aufgenommen wurden unter anderem Regelungen zu Formschrägen, einschließlich neuer Definitionen für äußere und innere Formschrägen, sowie zusätzliche Anforderungen an Tolerierung und Bezugssysteme.
Gussstücke werden in nahezu allen Bereichen des Maschinen-, Anlagen- und Fahrzeugbaus eingesetzt. Die DIN EN ISO 8062-3 unterstützt Unternehmen dabei, Toleranzen und Bearbeitungszugaben einheitlich festzulegen und Gussstücke wirtschaftlich zu spezifizieren. Dadurch werden Zeichnungen vereinfacht, Abstimmungsaufwand reduziert und Fertigungsanforderungen nachvollziehbar dokumentiert.
Besonders relevant sind die Vorgaben zu DCTG-, GCTG- und RMAG-Graden, da diese die Grundlage für Fertigungsverfahren, Bearbeitungsaufwand und Qualitätsprüfungen bilden. Gleichzeitig erleichtert die Norm die Anwendung moderner GPS-Regelwerke in der Gießereitechnik.
Die Ausgabe 2023 wurde umfassend überarbeitet. Zu den wichtigsten Änderungen gehören:
Die DIN EN ISO 8062-3 bildet die zentrale Grundlage für die Tolerierung und Spezifikation von Gussstücken im GPS-System. Mit ihren Vorgaben zu Maß-, Form- und Lagetoleranzen, Bearbeitungszugaben und Bezugssystemen unterstützt sie eine wirtschaftliche Fertigung, eindeutige technische Dokumentation und zuverlässige Qualitätsbewertung von Gussbauteilen.
Dieses Dokument ersetzt DIN EN ISO 8062-3:2008-09 .
Gegenüber DIN EN ISO 8062-3:2008-09 wurden folgende Änderungen vorgenommen: a) Klarstellung im Titel und Anwendungsbereich, dass dieses Dokument allgemeine Maß-, Form- und Lagetoleranzen sowie Bearbeitungszugaben für Gussstücke mit ±-Toleranzen für die angegebenen Maße festlegt; b) Definitionen für die Benennungen "Formschräge", "äußere Formschräge" und "innere Formschräge" wurden hinzugefügt; c) Abschnitt 4 und Abschnitt 5 mit den Tabellen 2 bis 6 (Formschrägen für das Hand-/Maschinen-/Kokillen-/Druck-/Feingussverfahren) wurden hinzugefügt und die nachfolgenden Abschnitte und Tabellen wurden neu nummeriert; d) in der (neu nummerierten) Tabelle 7 wurde der Maßtoleranzgrad DCTG 16 in DCTG 15wt geändert, um den Begriff der Wanddicke zu klären; e) das Nennmaß, das in den Tabellen mit den Toleranzen für Gussstücke für Geradheit, Ebenheit, Rundheit, Parallelität, Rechtwinkligkeit, Symmetrie und Koaxialität (jetzt Tabellen 8 bis 11) zu verwenden ist, wurde geändert; f) Abschnitt 12 über die Zurückweisung wurde präzisiert; g) die Korrektur nach ISO 8062 3:2007/Cor 1:2009 wurde in Tabelle A.3, Fußnote b, hinzugefügt; h) die Beispiele in Anhang E wurden korrigiert; i) Widersprüche wurden geklärt.