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Geräuschmessungen in den Prüffeldern der Transformatorenhersteller sind in den letzten Jahren anspruchsvoller geworden. Weiterentwicklungen bei den Kernblechen und moderne Auslegungen ermöglichen inzwischen die Herstellung von Transformatoren mit extrem niedrigen Leerlauf- und Lastgeräuschen. Der Nachweis dieser niedrigen Geräuschpegel im Zuge der elektrischen Endprüfungen erfordert besondere Maßnahmen im Hinblick auf Störgeräusche, Reflexionen und Messverfahren.
Minimale Anforderungen bei Geräuschmessungen sind in der Norm IEC 60076-10 beschrieben. Dazu gehören die Definition des Messverfahrens (Schalldruck- oder Schallintensitätsmessung), die Ermittlung des Gesamtgeräuschs durch Messung von Leerlauf- und Lastgeräusch, die Korrektur von Messergebnissen, die Beschreibung der Messung u. Ä. Diese Anforderungen sind in jedem Fall entsprechend der Norm einzuhalten.
Darauf basierend, werden in der jetzt vorliegenden Norm IEC 60076-10-1 zunächst einige physikalische Größen (z. B. Schalldruck, Schallintensität, Schallleistung) aus der Akustik erläutert; danach werden die charakteristischen Merkmale der Leerlauf- und Lastgeräusche beschrieben. Des Weiteren werden die Messprinzipien (Schalldruckmessung, Schallintensitätsmessung, schmalbandige und breitbandige Messung) analysiert, bewertet und verglichen. Die Norm enthält auch praktische Hinweise und Empfehlungen zur Durchführung von Messungen.
Die Norm IEC 60076-10-1 stellt ein wichtiges Hilfsmittel für Hersteller und Betreiber von Leistungstransformatoren, aber auch für Gutachter und Behörden bei der Bewertung der Messergebnisse im Hinblick auf die Schallemission der Transformatoren im späteren Betrieb auf den Umspannwerken dar.