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Die Norm beschreibt die Technischen Lieferbedingungen für runde Wickeldrähte aus Kupfer mit Nenndurchmessern von 0,040 mm bis 1,600 mm, isolationsfehlerfrei lackiert mit Polyurethan-Lack der Klasse H, verzinnbar. Mit der Null-Fehler-Isolierlackbeschichtung, die zerstörungsfrei mittels definierter Prüfspannungen online während der Drahtherstellung überwacht wird, zählt dieser Kupferlackdrahttyp zu den Fully Insulated Winding Wires (FIW) und tritt damit in Konkurrenz zu den folienisolierten und extrudierten Wickeldrähten, wie diese bisher vor allem für Basic-, Double- und Reinforced Insulation nach IEC 60950 Anhang U und IEC 61558-1 Anhang K, zum Beispiel in Transformatoren, Plug-in-Spannungsversorgungen, Wandlern, eingesetzt werden.
Auf einer Informationsveranstaltung der DKE am 18. Juli 2007 in Frankfurt am Main wurde bereits über erfolgreiche Tests an Wandlern und verschiedenen Transformatorkonstruktionen unter Einsatz von lackisolierten FIW-Lackdrähten nach IEC 60317-56 im Vergleich mit extrudierten Drähten berichtet. Die vergleichbaren Testergebnisse unter Betriebsspannungen bis 300 V beruhen im Wesentlichen auf den für lackierte Wickeldrähte sehr großen Isolierschichtdicken, die je nach Ausführung weit über Grad 3 von Standard-Lackdrähten hinausgehen und damit die Isolationsfehlerfreiheit sowie hohe elektrische Durchschlagsspannungsfestigkeit sicherstellen, wie die Diagramme zeigen.
Im Gegensatz zu den folienisolierten oder extrudierten Drähten wird es der Einsatz der lackisolierten FIW-Drähte nach IEC 60317-56 ermöglichen, die Herstellung von Wicklungen und die Kontaktierung von Anschlüssen zu automatisieren und zu beschleunigen, wovon insbesondere die Konstruktion und Produktion der vorgenannten Systeme profitieren werden.