Die Norm IEC 60641-1 wurde dem Stand der Technik angepasst. Die im Folgenden aufgeführten wichtigsten Änderungen gegenüber der ersten Ausgabe der Norm von 1979 wurden vorgenommen:
- Geleimte und gefüllte Pressspäne wurden ersatzlos gestrichen. Solche Pressspäne haben heute nur noch im Bereich nicht elektrischer Anwendungen eine gewisse Bedeutung.
- Neben dem so genannten Sulfat Zellstoff werden Zellstoffe, die mit umweltfreundlicheren Methoden gefertigt werden, als gleichwertig mit aufgeführt.
- Bei den Dicken wird differenziert auf Tafel- und Rollenpressspäne eingegangen. Die Dickenabstufungen wurden den Marktbedürfnissen angepasst.
- In Tabelle 1 wurden die bisherigen zwei Typen für Anwendungen ohne Isolierflüssigkeiten zu einem Typ zusammengefasst, und zwar B6 und B7 zu B6 (neu) und P6 und P7 zu P6 (neu).
- Die neuen Typen sind ungefüllt und ungeleimt.
Die Norm IEC 60641-3-2 orientiert sich weitestgehend hinsichtlich der Sollwerte an der bereits vor Jahren zurückgezogenen Norm DIN 7733. Die "alten" DIN-Werte waren in vielen Firmenspezifikationen festgeschrieben und kollidierten mit den unrealistischen Sollwerten von IEC 60641-3-2, Ausgabe 1992.
In der neuen Ausgabe 2007 sind folgende Änderungen bemerkenswert:
- Die früheren Typen P6 und P7 wurden zum Typ P6 zusammengefasst.
- Die Sollwerte für die Zugfestigkeiten und Bruchdehnungen beziehen sich nur noch auf zwei Dickenbereiche, und zwar auf Dicken kleiner 0,2 mm und größer 0,2 mm (früher acht Dickenbereiche).
- Die Sollwerte für die elektrischen Durchschlagsfestigkeiten in Luft und Öl beziehen sich ebenfalls nur noch auf die zwei Dickenbereiche kleiner 0,2 mm und größer 0,2 mm.
- Alle Sollwerte wurden den Realitäten, das heißt den Eigenschaften, die mit einem wirtschaftlich vertretbaren Aufwand erreicht werden können, angepasst.