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Die Norm IEC 60800 beinhaltet Widerstandsheizleitungen für Niedertemperaturanwendungen bis 100 °C Manteltemperatur. Typische Anwendungen für diese Heizleitungen sind zum Beispiel der Einsatz in und unter einer Oberfläche als direkte oder als Speicherheizung. Im Freien können sie zum Schmelzen von Schnee oder als Frostschutz von Dächern, Dachrinnen oder Rohren installiert werden.
Die Norm stellt sicher, dass die elektrischen Widerstandsheizleitungen unter den definierten Bedingungen sicher arbeiten. Dazu gehören neben den Anforderungen für die reine Meterware auch die Beschreibung von Heizleitungssets einschließlich Kaltleitung, Verbindungen und Endabschluss, die Integration mehradriger Konstruktionen sowie die Aufnahme von Installationsanleitungen. Die Sets können im Werk oder vor Ort zusammengebaut werden. Für den Fehlerfall sind Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen vorgeschrieben und Schirme aus Metall oder anderen geeigneten elektrisch leitenden Materialien definiert.
Im Gegensatz zur Vorgängernorm von IEC 60800 fehlt der Bezug auf spezifische Materialien für Isolierung und Mantel. Die beschriebenen Prüfungen stellen sicher, dass die Heizleitungen im sicheren Temperaturbereich der verwendeten Materialien arbeiten, wenn sie entsprechend der nationalen Regelungen installiert werden. Außerdem wird die Produktsicherheit durch die Einführung von Stück- und Stichprobenprüfungen erhöht.
Blanke Leiter oder Leitungen mit Spannungen unter 50 V sind vom Geltungsbereich der Norm ausgenommen. Dies gilt auch für Heizleitungen für industrielle und gewerbliche Anwendungen, die in IEC 62395 spezifiziert sind, sowie für mineralisolierte Heizleitungen.
Dieser Artikel wurde geändert durch: IEC 60800 Corrigendum 1:2009-08