Norm [AKTUELL] Artikel ist nicht bestellbar
Produktinformationen auf dieser Seite:
Schnelle Zustellung per Download oder Versand
Jederzeit verschlüsselte Datenübertragung
Die dritte Ausgabe der "Elektromechanischen Schütze und Motorstarter" der Produktnorm für die Motorstarter in Stromkreisen bis zu 1 000 V Wechselspannung und 1 500 V Gleichspannung ersetzt die zweite Ausgabe, die im Jahr 2000 veröffentlicht worden war. Auch ersetzt werden mit dieser Ausgabe die Änderungen A1:2002 und A2:2005. Die deutsche Fassung dazu in Form der Norm DIN EN 60947-4-1 mit VDE-Klassifikation wird in Kürze herausgegeben werden.
Starter und/oder Schütze, die dieser Norm entsprechen, müssen üblicherweise keine Kurzschlussströme abschalten können. Deshalb muss ein geeigneter Kurzschlussschutz Teil der Anlage, aber nicht unbedingt Teil des Schützes oder des Starters sein.
In diesem Zusammenhang enthält die Norm Anforderungen für
Solche Kombinationen, zum Beispiel kombinierte Starter oder gegen Kurzschluss geschützte Starter, sind als Einheiten bemessen.
Leistungsschalter und Schalter-Sicherungs-Einheiten als Kurzschlussschutzeinrichtungen in kombinierten Startern und gegen Kurzschluss geschützten Startern müssen die Anforderungen nach IEC 60947-2 und IEC 60947-3 erfüllen, je nachdem, welche zutrifft.
Mit der neuen Ausgabe von IEC 60947-4-1 wurden umfangreiche Regelungen neu eingeführt, die sofort auch auf die einzelnen Produkte wirken.
In der Hauptsache hat sich die Norm mit der dritten Ausgabe wie folgt geändert:
Alphabetische Reihenfolge der Begriffe
Dieser Abschnitt wurde neu aufgenommen. Damit soll ein einfacheres Auffinden der Begriffsdefinitionen erreicht werden und damit ein häufiges Problem bei der Anwendung dieser Norm beseitigen.
Neue Begriffsdefinitionen für CO-Betätigung und O-Betätigung
Die Begriffe CO-Betätigung und O-Betätigung werden in der Norm selbst für die Prüfung benutzt und die Bedeutung auch im notwendigen Umfang beschrieben. Da diese Begriffe zunehmend in anderen Normen verwendet werden, war eine Definition notwendig, um eine unterschiedliche Bedeutung in der Anwendung zu verhindern.
Verweis auf Anhang S der IEC 60947-1 für digitale Ein- und Ausgänge
Digitale Ein- und/oder Ausgänge, die in Schützen oder Motorstartern enthalten sind und die mit speicherprogrammierbaren Steuerungen kompatibel sein sollen, müssen die Anforderungen nach Anhang S der Norm IEC 60947-1 erfüllen. Damit gilt die Regel, die für Niederspannungsschaltgeräte erarbeitet wurden auch für die Schütze und Starter.
Zusätzliche Bezeichnung der Gebrauchskategorien in Tabelle 1
Die mit dieser Ausgabe neue Spalte in der Tabelle 1 für zusätzlich Bezeichnungen der Gebrauchskategorien wurde eingeführt wegen der UL-Harmonisierung. Zu finden sind dort die für den US-Markt erforderlichen "Markings". Die Angabe dieser Begriffe ist für die IEC jedoch weiterhin freiwillig.
Präzisierung der Prüfung der Auslöseklassen und der Überlastauslöser
An vielen Stellen in der Norm wird jetzt durchgängig die Prüfung der hinzugekommenen Auslöseklasse ergänzt und verbessert. Vor allem die schon immer notwendige Prüfung der Auslösekennlinie für die Umgebungstemperatur -5 °C oder +40 °C, zusätzlich zur Prüfung bei 20 °C, wird jetzt ganz deutlich gemacht. Besonders sichtbar werden diese Anforderungen in der Tabelle 3, wo in den Fußnoten dann auch entsprechende Prüfungseinschränkungen angegeben sind.
Tabelle 10 Annahmekriterien für Störfestigkeitsprüfungen
Die gesamte Tabelle 10 wurde überarbeitet und der Startertechnik angepasst.
Abschnitt 9.1.5.2 Sonderprüfungen - Feuchte Wärme, Salznebel, Schock und Schwingungen
Das Ziel dieses Abschnitts ist es, das Verhalten von Schützen und Startern unter dem Einfluss unterschiedlicher klimatischer Bedingungen zu betrachten, die sich von den üblichen Umgebungsbedingungen entsprechend Abschnitt 6.1 unterscheiden. Zu sechs verschiedenen Umgebungsklassen werden in der Norm IEC 60947-1 mit aufsteigender Schwierigkeit Prüfsequenzen und Prüfparameter vorgegeben, die als Sonderprüfung entweder freiwillig vom Hersteller gemacht werden können oder zwischen Kunde und Hersteller zu vereinbaren sind.
Mit den Regelungen in diesem Absatz werden alle notwendigen Ergänzungen für die Durchführung dieser Prüfungen an Schützen und Startern vorgenommen.
Neuer Anhang K: Verfahren zur Ermittlung von Daten von elektromechanischen Schützen für die Anwendungen mit funktionaler Sicherheit
Dieser Anhang enthält das Verfahren für die Bereitstellung spezifischer kennzeichnender Werte elektromechanischer Schütze, die als Bauteile in Anwendungen der funktionalen Sicherheit entsprechend der Norm IEC 61508 oder in sicherheitsgerichteten Teilen von Steuerungseinrichtungen nach ISO 13849 eingesetzt werden.
Falls spezifische Werte für die funktionale Sicherheit bereitgestellt werden, sind folgende Werte verpflichtend: Ausfallrate je Betätigung, Brauchbarkeitsdauer, Vertrauensbereich, gesamte Lebensdauer. Diese sind mit diesem Verfahren zu ermitteln. Diese Daten beziehen sich ausschließlich auf die Hauptfunktion eines elektromechanischen Schützes.
Das Verfahren besteht aus einer statistischen Auswertung von Prüfergebnissen, um Zuverlässigkeitsdaten zu erzielen. Die Einflussgrößen bezüglich der Zuverlässigkeitskennwerte wurden so gewählt, dass sie mit denen anderer Erzeugnisse, die in Auswertungen zur funktionalen Sicherheit enthalten sind, zusammenpassen.
Dieser Artikel wurde geändert durch: IEC 60947-4-1 AMD 1:2012-07