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Einleitung
Flexible Schüttgutbehälter (FIBC)
Flexible Schüttgutbehälter (FIBC) werden weltweit in großer Anzahl zu Lagerung und Transport von Granulaten und Pulvern eingesetzt. Sie sind größtenteils aus Bändchengeweben hergestellt, die aus Polypropylen bestehen. Dieser Werkstoff ist für seine hohe elektrische Isolierfähigkeit bekannt.
Beim Einfüllen des aufgeladenen Schüttguts kommt es im FIBC zu einer Ansammlung elektrostatischer Ladungen. Es bildet sich eine kegelförmige Schüttung, wobei sich die überwiegend gleichsinnig aufgeladenen Partikel infolge Coulomb'scher Kraft gegenseitig abzustoßen versuchen. Die zunehmende Ladungsdichte führt zur Ionisation der umgebenden Luft, und die so gebildeten Ionen transportieren die Ladung auf die Innenseite der Behälterwand, wie Bild 1 zeigt. Sofern der Behälter durch entsprechende Maßnahmen ableitfähig oder leitfähig gemacht wurde und geerdet ist, können die Ladungen von der Behälterwand abfließen. Bei einem isolierenden Behälter hingegen werden sich die Produktladungen an der Behälterwand ansammeln. Falls sich eine geerdete Elektrode annähert, wie zum Beispiel die Hand des Beschäftigten, kommt es dort zu einer so genannten Büschelentladung, die nicht nur als schwacher elektrischer Schlag wahrzunehmen ist, sondern auch dort vorhandene brennbare Gas- und Dampf/Luft-Gemische zu entzünden vermag.
Zur Vermeidung elektrostatischer Zündgefahren in explosionsgefährdeten Bereichen sind für unterschiedliche Einsatzbedingungen den Anforderungen entsprechende FIBC einzusetzen. Sie werden in die Typen A, B, C und D unterschieden. Dabei ist zu beachten, dass nicht nur beim Befüllen, sondern auch beim Entleeren zündgefährliche Aufladungen entstehen können.
Zur Bewertung der elektrostatischen Eigenschaften von FIBC wurde das Normprüfverfahren IEC 61340-4-4 entwickelt und 2005 erstmals veröffentlicht. Es wird mit der jetzt vorliegenden zweiten Auflage ersetzt, die hauptsächlich in folgenden Punkten revidiert wurde:
Dieser Artikel wurde geändert durch: IEC 61340-4-4 AMD 1:2014-11