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IEC 62217:2005-10

Polymerisolatoren für Innenraum- und Freiluftanwendung mit Nennspannungen über 1 kV - Allgemeine Begriffe, Prüfverfahren und Annahmekriterien

Englischer Titel
Polymeric insulators for indoor and outdoor use with a nominal voltage > 1000 V - General definitions, test methods and acceptance criteria
Ausgabedatum
2005-10
Originalsprachen
Englisch
Seiten
40
Ausgabedatum
2005-10
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Englisch
Seiten
40
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Einführungsbeitrag

Die Norm IEC 62217 beinhaltet die gemeinsamen Bauartprüfverfahren ("Common Clauses" - Gemeinsame Klauseln), die für alle Arten von Polymer- und Verbundisolatoren im Zuge der Produktprüfung angewendet werden müssen. Sie dient damit als übergeordnete Prüfnorm für Isolatoren, die nach den zukünftigen Produktnormen IEC 61109 (Verbundfreileitungszugisolatoren), IEC 61952 (Verbundfreileitungsstützer), IEC 61462 (Verbundfreilufthohlisolatoren), IEC 62231 (Verbundfreiluftunterwerkstützer) sowie für alle Verbund- und Polymerisolatoren nach IEC 60660 (Innenraumstützer) hergestellt und geprüft werden.
Polymerisolatoren bestehen entweder aus einer einzigen Materialsorte (z. B. Gießharzisolatoren) oder aus mehreren verschiedenen Materialien (Verbundisolatoren). Für diese Arten von Isolatoren werden für den Isolierkörper vernetzte organische Materialien verwendet, die durch die bekannten Methoden der Kohlenstoff- und Silikonchemie hergestellt werden. Die genannten Polymere können weiterhin durch eine große Anzahl von organischen und/oder anorganischen Füllstoffen und Additiven ergänzt werden. Endarmaturen werden in vielen Fällen verwendet, um die auftretenden Kräfte auf Anschlussbauteile zu übertragen. Trotz vieler Gemeinsamkeiten bei diesen Isolatorkonstruktionen, werden von den verschiedenen Herstellern deutlich unterschiedliche Materialien und Bauarten eingesetzt.
Einige Prüfungen können als Bauartprüfungen zusammengefasst werden. Derartige Prüfungen müssen nur einmal erfolgreich für eine Bauart durchgeführt werden und gelten dann für alle Mitglieder (i. d. R. Typen) dieser Familie. Die beschriebenen Bauartprüfungen haben den Zweck, nicht geeignete Isolatorbauarten, Materialien und Herstellungstechnologien auszuschließen, die nicht für Hochspannungsanwendungen angewendet werden sollten. Der Alterungseinfluss auf die elektrischen Eigenschaften des vollständigen Isolators und seiner Komponenten (Kernmaterial, Schirmhülle, Grenzflächen) wurde bei der Spezifikation der jeweiligen Bauartprüfungen berücksichtigt, um eine befriedigende Lebensdauer unter normalen Umgebungs- und Betriebsbedingungen zu gewährleisten.
Verschmutzungsprüfungen nach IEC 60507 oder IEC 61245 sind bewusst nicht Bestandteil dieser Internationalen Norm; ihre Anwendbarkeit für Verbund- und Polymerisolatoren konnte bisher nicht bestätigt werden. Erfahrungen mit den Ergebnissen solcher Prüfungen an Polymerisolatoren korrelieren nicht mit den beobachteten Betriebserfahrungen. Spezielle Verschmutzungsprüfungen für Polymerisolatoren werden jedoch auch weiterhin in Betracht gezogen und sind zurzeit in der Entwicklung bei CIGRE (Internationale Hochspannungs-Konferenz) in der WG C4.03. Die Prüfungen zur Sicherstellung der notwendigen Resistenz gegen Kriechspurbildung, die in dieser Norm genannt werden, sollen als Mindestanforderung verstanden werden, um nicht geeignete Materialien auszuschließen. Die genannten Prüfungen sind jedoch keinesfalls in der Lage, Aussagen über das Langzeitverhalten unter spezifischen und kumulierten Betriebsbeanspruchungen zu machen. Für weitere Informationen kann Anhang C zu Rate gezogen werden. Verbundisolatoren werden sowohl in Wechsel- als auch in Gleichspannungsanwendungen eingesetzt. Trotz der Tatsache, dass noch keine Prüfungen bezüglich Kriechspurbildung unter Gleichspannungsbeanspruchung genormt wurden, kann die als 1 000-h-Salznebeltest definierte Wechselspannungsprüfung in IEC 62217 als Mindestanforderung für die Schirmhülle unter DC-Beanspruchung verstanden werden.
Die Norm wurde, soweit möglich, unter Berücksichtigung des IEC Guide 111 erstellt.

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