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Die Norm IEC 62244 wurde vom IEC/SC 45B "Strahlenschutzinstrumentierung" erarbeitet. Sie ist in englischer und französischer Sprache erschienen und befasst sich mit fest installierten Monitoren zur Erkennung von Gamma- und Neutronenstrahlung emittierenden Quellen in Behältern, in Containern, in der Ladung von Fahrzeugen oder getragen von Fußgängern. Derartige Mess-Systeme werden typischerweise bei nationalen oder internationalen Grenzkontrollen verwendet, andere Verwendungsorte werden jedoch nicht ausgeschlossen. Beispiele sind die Überprüfung von Fahrzeugen, die Metallschrott geladen haben, oder von aufgegebenen Gepäckstücken oder Paketen auf Transportbändern. Ein informativer Anhang A enthält Informationen zum Nachweis von Kernmaterial wie Plutonium oder angereichertem Uran.
Die Messungen erfolgen entweder an bewegten Objekten beim Passieren der Detektoren oder an stehenden Objekten innerhalb einer festgelegten Messzeit. Die in der Norm betrachtete Messgröße ist die Zählrate der Photonen oder Neutronen; die Dosisleistung oder der Strahlenschutz wird nicht betrachtet. Der Nachweis der Quellen erfolgt durch den Vergleich der Zählraten mit und ohne radioaktives Material. Wichtiges Kriterium neben der Nachweisempfindlichkeit ist die Vermeidung von Fehlalarmen und damit verbunden die Unterscheidung zwischen natürlich vorhandener Untergrundstrahlung und der Gamma- oder Neutronenstrahlung aus den zu erkennenden Quellen.
Die betrachteten Einflussgrößen entsprechen den Anforderungen einer Aufstellung der Systeme im Freien.