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Mit der Norm IEC 62682 existiert nun eine Richtlinie, die den Sprachgebrauch im Bereich Alarmmanagement harmonisiert. Diese Ausgabe basiert auf dem 2009 erschienenen ANSI/ISA-18.2-Standard. Die Erfahrungen der letzten fünf Jahre seit dem Bestehen dieses Standards sind hierbei in die Erstellung der Norm eingeflossen.
Die Norm bietet Informationen zum Alarmmanagement und dem vollständigen Lebenszyklus eines Alarmsystems für alle alarmierende Systeme der Prozessindustrie. Viele der Anforderungen aus ISA 18.2 wurden übernommen, aber in IEC 62682 als erforderlich definiert und nicht mehr nur als Empfehlung aufgeführt.
Herauszuheben ist unter anderem, dass Alarm Shelving als benötigte Eigenschaft des Leitsystems von den Herstellern gefordert wird.
Die Kapitel 1 bis 4 behandeln die typischen normativen Einführungen wie Umfang, Referenzen, Definitionen und Konformitäten. Kapitel 5 beschreibt das Alarm System Model mit Alarm Management Lifecycle und die Bestimmung der Bediener-Reaktionszeit.
Als wichtiger Bestandteil gibt Kapitel 6 den Rahmen und Inhalt für eine Alarm-Philosophie vor. Diese regelt die Bestimmungen über den gesamten Lebenszyklus eines Alarmsystems.
Die Kapitel 7 bis 18 stellen eine detaillierte Definition des Alarmsystems über den vollständigen Lebenszyklus dar, beginnend mit der Definition der Anforderungen an das Alarmsystem, die Identifizierung, die Rationalisierung über die detaillierten Designvorgaben und die Implementierung, den Betrieb sowie Maintenance, Kontrolle und Änderungsmanagement.
Mit IEC 62682 ist nun eine Basis für verbindliche Regelungen im Bereich Alarmmanagement geschaffen worden.