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IEC 62929:2014-07

Reinigungsroboter für den Hausgebrauch - Trockenreinigung: Verfahren zur Messung der Gebrauchseigenschaften

Englischer Titel
Cleaning robots for household use - Dry cleaning: Methods of measuring performance
Ausgabedatum
2014-07
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Originalsprachen
Englisch, Französisch
Seiten
104
Ausgabedatum
2014-07
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Englisch, Französisch
Seiten
104
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Einführungsbeitrag

Die vorliegende Norm beschreibt Verfahren zur Bestimmung der Gebrauchseigenschaften von Reinigungsrobotern für den Hausgebrauch für die Trockenreinigung. Hier wird erstmals die Gebrauchstauglichkeit von Haushaltsrobotern in einer Norm definiert. Ziel bei der Definition der Prüfungen war es, einerseits so weit wie möglich vergleichbar zu sein mit den Prüfungen für Haushalts-Staubsauger, andererseits aber der anderen Arbeitsweise von Reinigungsrobotern gerecht zu werden.
So wurden wesentliche Parameter wie Prüfteppiche beziehungsweise Prüfhartböden oder Teststäube aus der Staubsauger-Norm übernommen. Auch wurde eine Prüfung im "Geradeauslauf" angelehnt an die entsprechende Staubsauger-Prüfung definiert. Für die umfassende Beurteilung der Gebrauchstauglichkeit von Reinigungsrobotern mussten jedoch neue Prüfungen festgelegt werden wie zum Beispiel der so genannte "Box-Test" oder die Navigation in einem genormten Prüfraum beziehungsweise die Abdeckung/Erreichbarkeit der Prüffläche.
Staubaufnahme bei Geradeaus-Fahrt
Für diese Prüfung ist es erforderlich, dass sich der Reinigungsroboter mit Nenngeschwindigkeit geradeaus bewegt. Da sich Roboter in der Regel nicht in dieser Art bewegen, sollen neue Modelle mit einem Testmodus ausgestattet werden, der genau diese Prüfung ermöglicht. Der Aufruf des Testmodus soll in der Gebrauchsanleitung beschrieben werden.
Für Roboter ohne Testmodus kann diese Prüfung nicht angewendet werden.
Box-Test
Diese Prüfung dient dazu, das Staubaufnahme-Vermögen eines Reinigungsroboters zu bestimmen, während sich dieser autonom auf einer hindernisfreien Fläche bewegt. Hier gehen auch die unterschiedlichen Navigationsstrategien ein, so dass die Ergebnisse des Box-Tests immer zusammen mit der Prüfzeit angegeben werden sollen.
Die Abmessungen der Test-Box betragen 2 000 mm mal 1 150 mm; die Größe der eingestaubten Fläche beträgt 1 300 mm mal 500 mm. Die Box kann mit Teppich oder Hartboden ausgestattet werden.
Da die Ergebnisse dieser Prüfung sowohl vom Reinigungssystem des Roboters (Bürste, Gebläse) als auch von der Navigationsstrategie bestimmt werden, können diese nicht mit Werten für herkömmliche Staubsauger verglichen werden.
Navigationstest/Abdeckung/Erreichbarkeit der Prüffläche
Das Ziel dieser Prüfung ist es, die Fähigkeit des Reinigungsroboters zu messen, in einem mit Hindernissen versehenen genormten Prüfraum zu navigieren. Hierbei wird mithilfe eines Video-Systems ermittelt, wie groß der kumulierte prozentuale Anteil der abgedeckten beziehungsweise erreichten Fläche ist.
Hierzu werden in einem 4 m mal 5 m großen Raum typische Hindernisse wie Möbelbeine, Türschwellen/Rampen oder Kabel eingebracht (Skizze/Foto). Ebenfalls spezifiziert sind Wände und Decken sowie die Beleuchtung, weil diese je nach Konzept für die Navigation erforderlich beziehungsweise relevant sind. Hierzu gehören auch typische Einrichtungsgegenstände wie Gardinen, Bilder, Spiegel, Uhren.
Konfiguration des Prüfraums
Für die Vermessung des Reinigungsroboters wurde ein Video-System (VTS - Video Tracking System) entwickelt, mit dessen Hilfe die Bewegung des Prüflings im Prüfraum verfolgt und aufgezeichnet wird. Mithilfe einer speziellen Auswerte-Software wird dann aus diesen Daten die kumulierte prozentuale Fläche ermittelt, die vom Prüfling erreicht wurde.
Das Konzept für das Video-System sowie die Auswerte-Software wurden von einem britischen Geräte-Hersteller entwickelt und werden allen Interessenten kostenfrei zur Verfügung gestellt ("open source").
Ausblick
Bei der Erarbeitung der Inhalte dieser Norm erfolgte eine Konzentration auf die wesentlichen Prüfungen, die eine Beurteilung der Gebrauchstauglichkeit von Reinigungsrobotern erlauben. Weitere Prüfungen wurden zwar diskutiert, aber aus Zeitgründen auf zukünftige Ausgaben dieser Norm vertagt. Hierzu gehören Rand-/Frontreinigung, Geräusch, Anfahren der Ladestation, Vermeidung von Treppenstürzen, Faseraufnahme oder Emission/Filtration.

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