Inhouse-Seminar I-5182

Maßhaltigkeit von Kunststoff - Formteilen - neue DIN 16742

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Inhalt

Viele Konstrukteure sind mit einer toleranzbewussten Produktgestaltung überfordert, da sie häufig noch »in Metall« denken. Die Folge sind z. B. übertriebene Genauigkeiten, sogenannte »Angst-Toleranzen«. Solche implizieren zusätzliche Kosten, ohne die Qualität nennenswert zu steigern. Zudem sind unnötige Rechtstreitigkeiten zwischen Kunde und Lieferanten vorprogrammiert, da die geforderten Toleranzen vielfach nicht eingehalten werden können. Mit der neuen DIN ISO 20457 »Kunststoff-Formteile; Toleranzen und Abnahmebedingungen« erfolgt mit Blick auf die Produktgestaltung in der Kunststofftechnik eine wichtige Zäsur. Die Norm liefert – nach dem DIN 16901 zurückgezogen wurde – die Vorgaben für ein kunststoffgerechtes Konstruieren, Tolerieren und Fertigen. Sie stellt die technischen Parameter auf dem absolut neusten Stand bereit und trägt damit zur Optimierung des gesamten Entwicklungs- und Produktionsprozesses bei.

Das lernen Sie in der Weiterbildung

Als Teilnehmer werden Sie mit den allgemeinen Anforderungen für eine toleranzbewusste Produktgestaltung nach DIN 16742 / DIN ISO 20457 vertraut gemacht.

  • Ihnen werden die einschlägigen Fachkenntnisse zu den Maßbezugsebenen für Fertigung und Anwendung der Formteile vermittelt.
  • Sie lernen, zulässige Fertigungstoleranzen nach DIN 16742 / DIN ISO 20457 sicher zu bestimmen.

Für wen ist die Weiterbildung geeignet?

Leiter und verantwortliche Technische Zeichner und Ingenieure aus produzierenden Unternehmen von Kunststoffteilen, speziell aus den Bereichen:

  • Arbeitsvorbereitung
  • Entwicklung
  • Konstruktion
  • Produktion
  • Qualitätsmanagement

Ablauf und Terminauswahl

  • Tag 1
  • 09:00
    Begrüßung durch den Referenten
  • Die Maßhaltigkeit beeinflussenden Eigenschaftender Kunststoffe
    • Stoffstruktur und Kunststoffgruppen
    • Thermische und rheologische Eigenschaften
    • Fließverhalten, Kompressibilität
    • Einfluss der Formstoffsteifigkeit
    • Einfluss von Recyclatzusätzen
  • 10:45
    Kaffee und Tee / Networking
  • 11:00
    Toleranzarten, Passungssysteme und Tolerierungsgrundsätze
    • Maß-, Gestalt- und Rauheitstoleranzen (GPS-Normen)
    • Unabhängigkeits- und Hüllprinzip
    • Toleranzfeldlage, Art der Tolerierung
    • Toleranzanalyse
    • Toleranzfestlegung
  • Papierzeichnungen oder 3D-CAD-Modell
    • Geltungsbereich der Papierzeichnung (2D-Darstellung)
    • Vorteile und Rationalisierungspotenzial der 3D-Modelle
    • Grenzen von Zeichnungen und 3D-Modellen
  • 12:45
    Mittagspause – Einladung zum gemeinsamen Essen
  • 14:00
    Allgemeine Grundsätze der Formteilentwicklung
    • Allgemeine Bemerkungen
    • Charakterisierung der Kooperationspartner
    • Begriffsbestimmung zum Kunststoff-Formteil
  • 15:30
    Kaffee und Tee / Networking
  • 15:45
    Maßbezugsebenen für Fertigung und Anwendung der Formteile
    • Maßverschiebungen und Maßtoleranzen
    • Haupteinflussfaktoren bei der Anwendung der Formteile
    • Abnahme- und Anwendungsbedingungen
  • 17:30
    Ende des ersten Seminartags
  • Tag 2
  • 09:00
    Begrüßung durch den Referenten
  • Ursachen und Beeinflussbarkeit der Verarbeitungsschwindung und Anisotropie
    • Einfluss von Verarbeitungsschwindung und Anisotropie auf die Fertigungsgenauigkeit
    • Physikalische Ursachen und deren Tendenzen bei der Fertigung
    • Schwindungs-Anisotropie und Formteilverzug
    • Schwindungsrichtwerte
  • 10:45
    Kaffee und Tee / Networking
  • 11:00
    Anforderungen und rechnerische Nachweise
Inhouse-Seminar bei Ihnen vor Ort
Referent*innen

Dipl.-Ing. Dirk Falke

Ingenieurbüro Falke