Kurzreferat
Das Rührreibschweißen, das zu den Pressschweißverfahren zählt, wird in den Regelwerken DIN EN ISO 25239 und AWS D17.3 definiert. Die Technologie des Rührreibschweißen basiert auf einem rotierenden Werkzeug, das die Fügepartner durch Reibungswärme kontinuierlich plastifiziert und gleichzeitig einen komplexen Materialfluss in vertikaler und horizontaler Richtung erzeugt. Die zu fügenden Werkstoffe werden dabei gestaucht und extrudiert. Im Vergleich zu konventionellen Schweißverfahren werden die Liquidustemperaturen der Werkstoffe während des Stoffschlusses nicht überschritten. Dieses Merkblatt wendet sich an Anlagenhersteller und industrielle Anwender in den Branchen Automobilbau, Elektro- und Elektronikindustrie, Schienenfahrzeugbau, Schiffbau und an Anwender im Luft- und Raumfahrzeugbau. Es gibt dem Anwender Hilfestellungen wie axiale Kräfte beim Rührreibschweißen reduziert werden können (Kraftreduktion bis zu 70%) und wie die Prozessparameter Drehzahl und Axialkraft in der Prozessauslegung bestimmt werden können. Darüber hinaus liefert das Merkblatt Hinweise zum Wärmeeintrag in Bauteil und Werkzeug und zeigt Anwendungsbeispiele aus der Praxis.