Anforderung an die Schnittstellendokumentation zur Erstellung einer elektrischen Anlage sowie die erforderliche Personalqualifikation
neu

Technische Regel [NEU]

NAMUR NA 117:2026-04-27

Anforderung an die Schnittstellendokumentation zur Erstellung einer elektrischen Anlage sowie die erforderliche Personalqualifikation

Englischer Titel
Required interface documentation and staff qualifications for the installation of electrical systems
Ausgabedatum
2026-04-27
Originalsprachen
Deutsch
Seiten
18

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Kurzreferat

Die Planung und Errichtung von verfahrenstechnischen Anlagen der Chemischen/Pharmazeutischen Industrie zur wettbewerbsfähigen Produktion ist heute verstärkt mit Forderungen nach kürzeren Abwicklungszeiten bei gleichzeitig stärkerer internationaler Zusammenarbeit konfrontiert. Damit kommt auch der Beschaffung von Montageleistungen eine gesteigerte Bedeutung zu. Abhängig von der Vergabeart (Festpreis oder nach einem Aufmaß-System) wie auch vom Projekt abwicklungszeitpunkt (Anfrage oder Bestellung der Montageleistung) sind teilweise unterschiedliche Unterlagen bzw. Umfänge mit unterschiedlichen Detaillierungsgraden erforderlich, die in aller Regel Vertragsrelevanz haben. Deshalb ist ein gemeinsames Verständnis, auf einer einheitlichen Dokumentenbasis, zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer sehr wichtig. Ziel dieses Arbeitsblattes ist es, die Schnittstelle zwischen Planung, Montage und Inbetriebnahme auf Basis der mindestens notwendigen Dokumente zu definieren. Es werden die erforderlichen Dokumente für Ausschreibung und Beauftragung bzw. Ausführung der Montageleistung, Funktionsprüfung und Inbetriebnahmeleistungen mit den notwendigen Inhalten beschrieben. Die Definition der Form der Dokumente ist den Anwendern überlassen, da diese sowieso meist sehr stark von den jeweils verwendeten CAE-Tools abhängig ist. Zukünftig können PLT-Montageleistungen von Auftraggeber und Auftragnehmer auf einheitlich definierten Montageunterlagen abgewickelt werden, um die Qualität zu gewährleisten und zu dokumentieren. Das vorliegende NAMUR-Arbeitsblatt soll Hilfestellung zur Anfrage und Beauftragung von PLT-Montageleistungen und Funktionsprüfungen bei externen Auftragnehmern (nicht firmeninterne Abwicklung) geben, auch im internationalen Geschäft. Grundsätzlich wird davon ausgegangen, dass der Auftragnehmer eine Fachfirma für PLT-Montagen ist. Die Bereiche Energieversorgung und -verteilung sowie die Gebäudeautomatisierung werden in diesem NAMUR-Arbeitsblatt nicht betrachtet. Das vorliegende NAMUR-Arbeitsblatt beschränkt sich ausschließlich auf die montagerelevanten technischen Unterlagen. Hiervon unberührt bleiben gesetzliche Vorschriften, Richtlinien und Verordnungen. Eventuelle auftragsbezogene Regelungen und Bedingungen im Rahmen eines diesbezüglichen Vertrages sind hier nicht berücksichtigt.
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