Technische Regel [NEU]
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Die VDI 3783 Blatt 1 beschreibt Verfahren zur Berechnung der Ausbreitung von Stofffreisetzungen in der Atmosphäre infolge von Störfällen. Sie unterstützt dabei, mögliche Auswirkungen gefährlicher Stoffe auf Mensch und Umwelt zu bewerten und liefert eine Grundlage für Sicherheitsbetrachtungen, Notfallplanungen und die Festlegung von Sicherheitsabständen.
Die Richtlinie behandelt die Berechnung von Konzentrationsverteilungen nach kontinuierlichen oder kurzzeitigen Stofffreisetzungen in die Atmosphäre. Dabei werden meteorologische Randbedingungen, Gelände- und Bebauungseinflüsse sowie Prozesse wie Sedimentation und Deposition berücksichtigt. Zur Anwendung kommen ein Gauß-Wolken-Modell sowie ein lagrangesches Partikelmodell.
Die Richtlinie unterstützt Betreiber*nnen, Gutachter*innen, Genehmigungsbehörden und Sicherheitsverantwortliche bei der Durchführung von Auswirkungsbetrachtungen gemäß Störfall-Verordnung. Die beschriebenen Verfahren können unter anderem für externe Notfallplanungen, die Bewertung angemessener Sicherheitsabstände sowie die Beurteilung möglicher Gefährdungen durch gefährliche Stofffreisetzungen eingesetzt werden.
Besonders relevant ist die Richtlinie für industrielle Anlagen und Betriebsbereiche, in denen der Umgang mit gefährlichen Gasen, Dämpfen, Aerosolen oder Stäuben eine belastbare Abschätzung möglicher Ausbreitungsszenarien erfordert.
Die Richtlinie wurde grundlegend überarbeitet und an den aktuellen Stand der Ausbreitungsmodellierung angepasst. Zu den wesentlichen Änderungen zählen:
Dieses Dokument ersetzt VDI 3783 Blatt 1:1987-05 .