Kurzreferat
Der Anwendungsleitfaden dient zur Risikobeurteilung von Wasserstoffanlagen (H2-Erzeugungsanlagen, H2-Verbrauchsanlagen, H2-Speicherung und H2-Transport innerhalb der Werksgrenze, ausgeschlossen Ferntransporte, Großspeicher, Mobilität). Dieser Anwendungsleitfaden soll eine Methode zur Beurteilung der Risiken und Ermittlung der notwendigen Risikoreduktionen beschreiben. In dem VDMA-Einheitsblatt soll die Vorgehensweise für die Risikobewertung von Wasserstoffsystemen basierend auf den Prinzipien der funktionalen Sicherheit dargelegt und konkretisiert werden. Die Erstellung der notwendigen Funktionsbeschreibungen wird dabei für typische Anwendungen priorisiert und ausgewählt. Zur Bewertung von potenziellen Risiken ist die Festlegung von Grenzwerten notwendig. Diese soll auf Grundlage des ALARP-Konzepts (ALARP = as low as reasonably practicable) erfolgen. In dem Leitfaden sollen Grenzwerte für "unannehmbare, vertretbare und weithin akzeptierte Risiken" definiert werden. Die definierten Grenzwerte sollen zur Kalibrierung einer teilquantitativen Methode (z.B. des Risikographen) zur Risikobewertung herangezogen werden. Zur Kalibrierung dieser Methode ist zusätzlich zu den Risikogrenzwerten eine Definition der Risikoeinschätzungsparameter (Eintrittswahrscheinlichkeit des Risikos) erforderlich, die ebenfalls in diesem Leitfaden definiert werden sollen. Eine solche Methode bietet allen Anwendern die Möglichkeit, Risikobeurteilungen einheitlich und transparent durchzuführen.