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Diese internationale Technische Spezifikation ist anwendbar auf metall- oder isolierstoffgekapselte Schaltanlagen, die nach DIN EN 62271-200 oder DIN EN 62271-201 gebaut sind. Wenn zu erwartende Umgebungsbedingungen die in der Norm DIN EN 62271-1 für Innenraumanlagen beschriebenen klimatischen Bedingungen überschreiten, kann sie zur Validierung von Schaltanlagen herangezogen werden.
Erschwerte Umgebungsbedingungen liegen vor, wenn die Luft erhebliche Verschmutzung und höhere Salzgehalte aufweist und Kondensation an inneren Bauteilen - bedingt durch hohe Luftfeuchtigkeit und rasche Temperaturwechsel - nicht auszuschließen ist. Die Spezifikation definiert dementsprechend zwei Auslegungsklassen, die sich in der Schwere der klimatischen Bedingungen unterscheiden.
Die Prüfung, die die Eignung der Schaltanlage unter solch erschwerten Bedingungen nachweisen soll, basiert auf dem Technischen Bericht IEC 60932 von 1988. Die dort beschriebene Testprozedur A wurde auf 180 Temperaturzyklen unter Feuchtigkeit für die Auslegungsklasse 1 und auf weitere 240 Zyklen für die Klasse 2 erweitert. Ein Zyklus dauert zwei Stunden und soll auf den inneren Oberflächen zu zeitweiliger Kondensation führen. Während des Tests liegt Betriebsspannung an. Die Spezifikation bewertet abschließend die Eignung der inneren, unter Spannung stehenden Isolationsstrecken, kann aber auch Aussagen zur Korrosionsanfälligkeit anderer Bauteile machen.
Dieser Artikel wurde geändert durch: IEC/TS 62271-304 Corrigendum 1:2010-01