Norm [NEU]
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Die DIN EN 206-1 legt Anforderungen an Beton fest, der für Ortbetonbauwerke, vorgefertigte Betonbauwerke sowie Fertigteile für Gebäude und Ingenieurbauwerke verwendet wird. Die Norm behandelt Normalbeton, Schwerbeton und Leichtbeton sowie Baustellenbeton, Transportbeton und Beton aus Fertigteilwerken. Nicht erfasst sind unter anderem Porenbeton, Schaumbeton, Beton mit einer Rohdichte unter 800 kg/m³ und Feuerfestbeton.
Die Norm beschreibt Anforderungen und Verfahren für zentrale technische Aspekte der Betonherstellung und -bewertung. Dazu gehören:
Betonausgangsstoffe wie Zement, Gesteinskörnungen, Zugabewasser, Zusatzmittel, Zusatzstoffe und Fasern
Eigenschaften von Frischbeton und Festbeton
Festlegung von Beton nach Eigenschaften oder nach Zusammensetzung
Lieferung von Frischbeton und Angaben auf dem Lieferschein
werkseigene Produktionskontrolle und Erstprüfung
Bewertungskriterien für Einzelwerte, z. B. Druckfestigkeit, Zugfestigkeit, Konsistenz oder Luftgehalt
Gegenüber der DIN EN 206:2021-06 wurde die Normenreihe neu strukturiert. Die DIN EN 206-1:2026-07 bildet nun Teil 1 der Reihe „Beton – Festlegung, Eigenschaften, Herstellung und Konformität“. Aspekte der Konformitätsbewertung und Zertifizierung wurden in die DIN EN 206-2 überführt; Beton für spezielle geotechnische Arbeiten wird in der DIN EN 206-3 behandelt. Weitere Änderungen betreffen unter anderem neue Terminologie für Bindemittel, nationale Regeln zu Expositionswiderstandsklassen, die Angleichung an die DIN EN 1992-1-1:2023 sowie neue Klassen bezüglich CO₂-Emissionen.
Die DIN EN 206-1 unterstützt die Festlegung, Herstellung und Bewertung von Beton anhand nachvollziehbarer technischer Kriterien. Relevante Themen sind unter anderem:
Expositionsklassen und Expositionswiderstandsklassen
Druckfestigkeitsklassen für Normal-, Schwer- und Leichtbeton
Konsistenzklassen, Setzmaß, Ausbreitmaß und Setzfließmaß
Anforderungen an selbstverdichtenden Beton, etwa Viskosität, Blockierneigung und Sedimentationsstabilität
Wasserbinderwert, wirksamer Bindemittelgehalt und Chloridgehalt
rezyklierte Gesteinskörnungen, Zusatzstoffe und k-Wert-Ansatz
CO₂-Emissionen, GWPtotal und Minderungsklassen für Beton
Die Anwendung von der DIN EN 206-1 unterstützt eine technisch belastbare Betonfestlegung und eine nachvollziehbare Qualitätssicherung. Sie hilft dabei, Anforderungen an Dauerhaftigkeit, Festigkeit, Zusammensetzung, Lieferung und Produktionskontrolle systematisch zu dokumentieren. Damit kann die Norm auch in Projekten relevant sein, in denen Sorgfalt, technische Nachvollziehbarkeit und die Abstimmung zwischen Verfasser der Festlegung, Hersteller und Verwender von Beton eine wichtige Rolle spielen.
Die Norm richtet sich insbesondere an Fachleute und Organisationen, die Beton planen, festlegen, herstellen, liefern, prüfen oder überwachen, darunter:
Planende im Hochbau, Ingenieurbau und Infrastrukturbau
Tragwerksplanende und Bauingenieurinnen und Bauingenieure
Betonhersteller, Transportbetonwerke und Fertigteilwerke
ausführende Bauunternehmen und Verantwortliche auf Baustellen
Prüfstellen, Überwachungsstellen und Qualitätssichernde
Fachkräfte für Betontechnologie, Baustoffprüfung und Produktionskontrolle
öffentliche und private Auftraggeber im Bauwesen
Die DIN EN 206-1 ist eine zentrale Fachnorm für die Festlegung, Herstellung, Lieferung und Bewertung von Beton. Sie bietet eine strukturierte Grundlage für technische Anforderungen an Frischbeton und Festbeton sowie für die werkseigene Produktionskontrolle.
Dieses Dokument ersetzt teilweise DIN EN 206:2021-06 .
Gegenüber DIN EN 206:2021-06 wurden folgende Änderungen vorgenommen: a) Das Dokument wurde in 3 Teile geteilt; b) Überführung aller Aspekte, die Konformitätsbewertung und Zertifizierung betreffen, in einen gesonderten Teil EN 206-2; c) Anhang D über Beton für geotechnische Zwecke in einen gesonderten Teil EN 206-3 überführt; d) Öffnung für nationale Regeln zu Expositionswiderstandsklassen; e) neue Terminologie für Bindemittel aufgenommen; f) Anhang M "Hinweise zu den Regeln, die am Ort der Verwendung gelten" in die Einleitung überführt; g) Anhang L "Weitere Informationen bezüglich bestimmter Abschnitte" an angemessenen Stellen in den Haupttext aufgenommen; h) informativer Inhalt in 5.1 "Expositionsklassen" in den informativen Anhang C überführt; i) neuer Unterabschnitt 5.4: "Klassen bezüglich CO2-Emissionen"; j) allgemeine Aktualisierungen zur Angleichung an die überarbeitete EN 1992-1-1:2023; k) Ergänzung nationaler Fußnoten bezüglich korrigierter Verweisungen im Abschnitt 0.2 sowie einer Tabellenerläuterung zu Tabelle F.1; l) allgemeine redaktionelle Änderungen.
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Norm-Entwurf [ZURÜCKGEZOGEN]